Positives Treffen im Weißen Haus: Netanjahu und Trump zeigen Einigkeit

Israels Premierminister Netanjahu und der frühere US-Präsident Trump betonen nach einem ausführlichen Austausch in Washington ihre gute Stimmung und Zusammenarbeit.

heute 20:55 Uhr | 4 mal gelesen

Ganze 80 Minuten dauerten die Gespräche zwischen Netanjahu und Trump hinter verschlossenen Türen – die Presse blieb ausgesperrt, was inzwischen ja fast schon traditionell anmutet. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt ließ im Anschluss verlauten, sowohl das Meeting mit Netanjahu als auch das mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj seien 'konstruktiv' und durchweg positiv gewesen. Ein israelischer Regierungsbeamter bestätigte dies: Die Atmosphäre sei fast schon freundschaftlich gewesen. Mehrere US-Regierungsmitglieder saßen mit am Tisch, und besonders auffallend war wohl die persönliche Ebene zwischen beiden Politikern – man kennt sich, schätzt sich, auch wenn nicht immer alles glatt läuft. Zentrale Themen waren einmal mehr der Iran – keine Atomwaffen, koste es, was es wolle – und die angeblich nie dagewesene Stärke der Partnerschaft zwischen Israel und den USA. Manchmal fragt man sich, ob da nicht doch zwischen den Zeilen ein Körnchen Skepsis mitschwingt.

Das Treffen zwischen Netanjahu und Trump wurde von beiden Seiten betont harmonisch beschrieben. Im Zentrum der Beratungen stand die Haltung gegenüber dem Iran, insbesondere das gemeinsame Bestreben, einen iranischen Besitz von Atomwaffen unter allen Umständen zu verhindern. Die Partnerschaft zwischen den USA und Israel, so das geteilte Narrativ, sei stärker als je zuvor – allerdings bleibt unklar, wie tragfähig solche Aussagen in Anbetracht der außenpolitischen Spannungen im Nahen Osten wirklich sind. In den letzten 48 Stunden berichteten verschiedene Medien, dass Trumps Rückkehr auf der internationalen Bühne zu einer erneuten Polarisierung geführt hat, insbesondere im Hinblick auf die US-Politik gegenüber Israel und die wachsende Kritik am Umgang mit dem Nahost-Konflikt. Außerdem wurden Stimmen laut, die mahnen, dass die „freundschaftliche“ Atmosphäre eher ein taktisches Manöver sein könnte, um gemeinsame Interessen gegen den Iran durchzusetzen. Insgesamt zeigten die Berichte, dass sowohl der Symbolcharakter als auch das realpolitische Gewicht des Treffens nicht unterschätzt werden dürfen.

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