Preise schnellen im Juli deutlich in die Höhe

Im Juli macht die Inflation in Deutschland einen kräftigen Satz nach oben.

heute 10:34 Uhr | 2 mal gelesen

Blickt man auf die aktuellen Zahlen, die einige Statistische Landesämter am Donnerstagmorgen herausgerückt haben, verdichtet sich das Bild: Während die bundesweite Schätzung noch auf sich warten ließ, gab es regional bereits ziemlich klare Signale. NRW, beispielsweise, meldet einen Aufschlag auf 2,7 Prozent, Bayern ist bei 2,8, in Baden-Württemberg ging es auf 2,5 rauf, und Niedersachsen liegt bei 2,7 Prozent. Das alles klingt schon nach einer ziemlich eindeutigen Tendenz: Der Juni mit seinen 2,3 Prozent ist passé, jetzt heißt es wohl 2,7 Prozent (plusminus). Interessant dabei ist, dass speziell das Auslaufen des berühmten Tankrabatts wohl ordentlich Druck auf die Preise ausgeübt hat – in NRW zum Beispiel hat Diesel mal eben 20 Prozent und Benzin über 15 Prozent gegenüber Juni zugelegt. Aber neben den Spritpreisen hat auch die Preisschlacht im Einzelhandel gegen den Trend gewirkt: Durch fette „Sale“-Aktionen sind beispielsweise Klamotten stellenweise sogar billiger geworden, etwa um fünf Prozent. Kurzum: Ohne diese Rabattschlachten hätte es wohl noch heftiger ausgesehen.

Im Juli legt die Inflation in Deutschland deutlich zu, wie vorläufige Zahlen aus mehreren Bundesländern zeigen. Haupttreiber sind die nachlassenden Entlastungen beim Tanken und Energie, die sich insbesondere auf die Transport- und Mobilitätskosten durchschlagen. Neben den Preisanstiegen gab es aber auch kleine Dämpfer, etwa durch saisonale Rabatte im Einzelhandel und vorübergehende Preisaktionen; insgesamt dürfte die bundesweite Inflationsrate von 2,3 auf voraussichtlich rund 2,7 Prozent steigen. Zusätzliche Details: Laut Wirtschaftsexperten ist die Entwicklung kein reines deutsches Phänomen – ganz Europa kämpft aktuell mit Inflationssprüngen. Nach Einschätzung des ifo-Instituts könnte die Rate im Spätsommer zunächst weiter hoch bleiben, ehe sie zum Jahresende hin wieder moderater ausfallen könnte. Für Verbraucher:innen bedeutet das: Im Alltag bleibt Sparsamkeit gefragt, vor allem bei Ausgaben für Energie, Mobilität und Lebensmittel.

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