Sandro Wagner übernimmt Cheftrainerposten bei Hannover 96 bis 2028

Mit einem Vertrag bis 2028 setzt Hannover 96 voll auf Sandro Wagner als neuen Chefcoach. Der Ex-Nationalspieler und ehemalige DFB-Co-Trainer legt kommenden Montag mit seiner neuen Mannschaft los.

heute 20:54 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal überholen sich im Fußball die Neuigkeiten selbst – diesmal aber wurde gemunkelt und dann bestätigt: Sandro Wagner wird neuer Cheftrainer bei Hannover 96. Durch einen Kontrakt bis 2028 zeigt der Klub, dass dies kein Schnellschuss, sondern eine klare Zukunftswette ist.

Statement des Vereins und Wagners Start

Am Samstagabend machte Hannover die Verpflichtung offiziell. Laut Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt war Wagner auf das Gespräch mit dem Club fast schon besessen vorbereitet – übrigens ein Eindruck, der sich offenbarte, als Wagner nicht nur Statistiken, sondern auch Details zur Trainingsplatz-Beschaffenheit kannte. "Wir wollten jemanden, der Hannover 96 wirklich auf dem Schirm hat – und Wagner hat uns da abgeholt", führte Boldt weiter aus.

Der 38-Jährige übernimmt kommenden Montag das erste Training. Für die Spieler ein Neustart, für Wagner selbst ein Schritt zurück ins Rampenlicht.

Trainerstationen und Erfahrungen

Wagner ist so ein Typ, der sich nie lange mit Stillstand zufriedengibt. Nach seiner aktiven Zeit sammelte er zunächst Erfahrung im Jugendbereich, bevor er in Unterhaching ins Profi-Geschäft einstieg – immerhin für einen Ex-Stürmer nicht selbstverständlich. Es folgten Stationen als Assistent des Bundestrainers (übrigens mit einer WM-Teilnahme im Rucksack), ehe er kurz für den FC Augsburg das Ruder übernahm. Allerdings, und das bleibt ein kleiner Makel, bereits nach 14 Spielen war dort Schluss.

Vertrauensvorschuss und Clubstrategie

Wagners Verpflichtung ist gewissermaßen auch ein Statement: Hannover 96 will raus aus dem Fahrstuhlmodus der Liga. Ein Fünfjahres-Vertrag ist ziemlich mutig in diesen Zeiten – könnte aber auch als Absicherung gegen den häufigen Trainerwechsel gelesen werden. Boldt nennt Wagners Detailversessenheit und systematische Herangehensweise als die Grundpfeiler der Entscheidung. Mal sehen, wie viel Geduld der Verein sich und Wagner wirklich schenkt.

Potenzial und Druck

Hannover ist alles andere als ein gemachtes Nest: Die 2. Bundesliga ist bekannt für ihre Eigenwilligkeiten. Kleine Siegesserien kippen, manchmal reicht eine unglückliche rote Karte – und schon ist ein Aufstiegskampf dahin. Wagner weiß, worauf er sich einlässt, aber so wirklich abschätzen kann man den Druck erst, wenn die Ergebnisse stimmen (oder eben nicht).

Blick in die (nahe) Zukunft

Die nächsten Wochen werden zeigen, wie schnell Wagner seine Spielphilosophie in die Köpfe und Beine der Mannschaft bringt. Ein Aspekt: Der Klub möchte Talente in die erste Reihe rücken und taktisch flexibler sein. Ob das alles klappt, ist wie immer im Fußball – schwer zu sagen, oft aber spannender als jede Prognose.

Sandro Wagner steigt also bei Hannover 96 mit einem Langzeitvertrag ein – der Club setzt damit ein Zeichen Richtung Kontinuität. In den Medien wird Wagners Arbeitsstil als sorgfältig, aber manchmal auch etwas stur beschrieben; in Fußballkreisen polarisiert das durchaus. Kritik gibt es aber auch an seiner kurzen Zeit in Augsburg, wobei Weggefährten sagen, der Verein hätte ihn zu früh entlassen. Die Verpflichtung wird in Sportnachrichten als Versuch gewertet, Hannover 96 endlich aus dem Mittelmaß zu befreien. Interessant: Parallel diskutieren Medien, ob der Langfrist-Vertrag eine Reaktion auf den hohen Trainer-Verschleiß der letzten Jahre ist.

Laut Süddeutsche Zeitung bringt Wagner nicht nur ein dichtes Netzwerk und frische Ideen mit, sondern steht auch unter immensem Erwartungsdruck, da Hannover in den vergangenen Jahren von Aufstiegsträumen stets weit entfernt blieb. Die Spiegel-Redaktion hebt hervor, dass Wagner sich explizit gezielt auf die Arbeit im Norden vorbereitet hat – auch durch Hintergrundgespräche mit ehemaligen Mitarbeitern des Vereins. Laut FAZ legte Wagner im eigentlichen Jobinterview ungewöhnlich ausführliche Alltagskonzepte für Trainingsarbeit und Teamführung vor, was die Entscheidung zu seinen Gunsten stark beeinflusst haben soll.

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