Mal ehrlich: Es war fast zu erwarten, dass die WM nicht flächendeckend im Free-TV landet. Wer MagentaTV abonniert hat, kann aufatmen — dort gibt’s wieder exklusive WM-Spiele, ähnlich wie schon zuvor. 2030 wird das Turnier übrigens etwas Besonderes: Ein Jahrhundert Weltmeisterschaft, die Jubiläumsausgabe! Und erstmals gibt es sechs Gastgeberländer auf drei Kontinenten: Spanien, Portugal und Marokko, dazu noch Uruguay, Paraguay und Argentinien – zumindest für vereinzelte Spiele. Noch ist offen, ob 48 oder 64 Teams antreten werden (das sorgt für Diskussionen, ehrlich gesagt – der Fußball wird immer globaler und komplizierter). Übrigens: Nach deutschem Rundfunkrecht dürfen Meilenstein-Partien wie Matches mit deutscher Beteiligung, das Eröffnungsspiel, Halbfinals und das Finale nicht hinter eine Bezahlschranke. Für diese muss das Free-TV herhalten – ein kleiner Trost für alle, die nach wie vor mit Public Viewing und Chips-Schüssel auf der Couch schwören.
Die Deutsche Telekom setzt ihren Kurs fort und hält auch 2030 die Übertragungsrechte für die Fußball-Weltmeisterschaft, wobei strittig bleibt, wie viele Mannschaften überhaupt mitspielen. Die FIFA plant mit einer so dezentralen Austragung wie nie zuvor: Spanien, Portugal, Marokko sowie Uruguay, Paraguay und Argentinien setzen jeweils regionale Akzente, was logistisch ebenso wie sportlich spannend bleibt. Medienpolitisch bleibt relevant, dass Schlüsselmomente des Turniers weiterhin öffentlich-rechtlich sichtbar sein müssen – ein Signal an die Gesellschaft, dass Sport Teil des kulturellen Kitts ist. Aus verschiedenen Quellen jüngster Berichterstattung geht hervor, dass die Rolle von Streamingdiensten im Sport rasant wächst, während klassische Fernsehanstalten und Zuschauer ein Stück weit umdenken müssen.