Trump verknüpft saudisches Atomabkommen mit Annäherung an Israel

Unmittelbar nach der Unterzeichnung eines Nuklearabkommens zwischen den Energieministern der USA und Saudi-Arabiens legt Donald Trump nach: Erst wenn Saudi-Arabien auf Israel zugeht, werde das Abkommen Wirklichkeit. Der ehemalige US-Präsident knüpft die Vereinbarung explizit an einen Beitritt zum Abraham-Abkommen.

heute 15:23 Uhr | 3 mal gelesen

Das eigentliche Nuklearabkommen wird aktuell von Vertretern des US-Energieministeriums und der saudischen Regierung ausgearbeitet und soll vor allem die friedliche Nutzung der Kernenergie fördern. Hintergrund: Das Abraham-Abkommen von 2020, geschlossen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und den USA – mit späterem Beitritt des Sudan – zeichnete einen historischen Schritt hin zu diplomatischen Beziehungen und gegenseitigem Respekt. Zuvor hatten die Golfstaaten Israel nicht anerkannt, jetzt verpflichtet man sich in vager Form zu Miteinander und Dialog, auch wenn der Vertrag keine konkreten Handlungsanweisungen gibt. Nun also Saudi-Arabien: Die Minister unterzeichneten eine bilaterale Absichtserklärung zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms, das US-Firmen Einblick und Beteiligung sichern soll. Genauere Inhalte des Deals bleiben – typisch für solche Vereinbarungen – vorerst unter Verschluss. Medien berichten aber, dass Saudi-Arabien möglicherweise Zugang zur Urananreicherung erhält. Dieser Schritt ist brisant: Der gleiche Prozess, der Strom für Städte liefert, kann auch zur Sprengkopfbau genutzt werden. Zwar will US-Energieminister Chris Wright garantieren, dass keine saudischen Atombomben entstehen. Skeptiker sehen dennoch große Risiken für ein atomares Wettrüsten in der ohnehin fragilen Nahost-Region. Neben der Zusammenarbeit zur Atomenergie wurde ein Sicherheitsabkommen fertiggestellt: Beide Staaten legen damit das Fundament für eine strategische, langjährige Kooperation – wirtschaftlich, aber auch politisch. Was das konkret bedeutet? Viel Geld, viel Einfluss – und sicherlich noch viele heiße Debatten.

Donald Trump hat die Umsetzung eines zivilen Atomabkommens zwischen den USA und Saudi-Arabien an eine politische Bedingung geknüpft: Erst wenn Saudi-Arabien offiziell mit Israel kooperiert und dem Abraham-Abkommen beitritt, werde das Nuklearprojekt genehmigt. Die Details des Abkommens, etwa zur Urananreicherung, werfen international Fragen auf – auch weil Saudi-Arabien damit technisch die Grundlage für eigene Atomwaffen schaffen könnte, trotz gegenteiliger Versicherungen. Verschiedene Nachrichtenquellen berichten zudem von wachsender Sorge über das Risiko einer neuen nuklearen Aufrüstung im Nahen Osten, halten aber fest, dass die USA die Kontrolle und Vorteile für ihre eigenen Unternehmen sichern wollen. In den vergangenen 48 Stunden gab es zahlreiche Berichte zum Thema. Die 'Süddeutsche Zeitung' hebt hervor, dass die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Israel trotz äußerer Annäherung nach wie vor von Misstrauen geprägt bleiben; der Druck aus Washington könnte kurzfristige Annäherungen, aber kaum nachhaltige Versöhnung bewirken (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Die 'FAZ' analysiert, wie das Atomabkommen den geopolitischen Status quo in der Golfregion herausfordert und neue Allianzen – wie zwischen Israel und Saudi-Arabien – von Washington als Instrument gegen den Einfluss des Iran genutzt werden (Quelle: [FAZ](https://www.faz.net)). Der 'Spiegel' berichtet indes von Ängsten innerhalb der US-Regierung, das Zugeständnis zur Urananreicherung könne später schwer kontrollierbare Folgen haben, etwa wenn sich politische Lager in Saudi-Arabien ändern oder Instabilität wie im Iran eintritt (Quelle: [Spiegel](https://www.spiegel.de)).

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