Türkische Mini-Serien räumen US-Filmpreise ab

Von Wien über Istanbul bis nach Los Angeles: Kurzserien der Türkischen Tourismusagentur mischen das internationale Destinationsmarketing auf – und sahnen prompt bei den renommiertesten amerikanischen Corporate Awards ab. Inspiration lieferten populäre türkische TV-Serien, doch diesmal setzt man auf kompakte Geschichten, um das Land neu ins Rampenlicht zu rücken.

heute 15:12 Uhr | 2 mal gelesen

So richtig im Rampenlicht stand die Türkische Tourismusagentur, kurz TGA, bisher eher selten – das hat sich jetzt schlagartig geändert. Ihre neuesten Miniserien wie "Antalya Gambit" und "İstanbul My Love" sowie der Kampagnenfilm "So Turkish, Go Turkish" wurden kürzlich in Los Angeles bei den US International Awards geehrt, genauer: mit Auszeichnungen, die dort oben auf der Karriereleiter für Unternehmensfilme stehen. Im Hintergrund werkelte dabei auch der Österreichische Filmservice International aus Wien, der selbstbewusst als "Home of Corporate Film Festivals" auftritt. Türkische TV-Serien waren in letzter Zeit ohnehin ein globaler Dauerbrenner und jetzt nutzt die TGA diesen Drive, um mit kompakten Miniserien und Werbefilmen Bilder und Geschichten aus der Türkei emotional wie poetisch in die Welt zu tragen. "So Turkish, Go Turkish" – eine Art filmischer Liebesbrief an das Land – sammelte kurzerhand den Silver Award (in Gold wurde in der Kategorie 'Country Promotion' niemand gekürt) und fängt auf stylishe Weise Highlights wie die Hagia Sophia, Kappadokien aus der Vogelperspektive oder die quirlige Bosporus-Atmosphäre ein. Im Prinzip: Kurze Reels mit großem Sog. Die Filmreihe der TGA geht dabei weit über gewöhnliche Werbefilme hinaus. In mittlerweile sechs Produktionen (zuletzt "Turquoise Summer") orchestrieren aufwendige Inszenierungen, raffinierte Geschichten und ein wenig Glanz von Netflix das Bild nach außen. Über 7,5 Milliarden Sichtkontakte und fast ebenso viele Online-Clicks – Zahlen, von denen andere Länder im Tourismusmarketing wohl nur träumen. Auch die Miniserien selbst lieben das ungewöhnliche Format: "Antalya Gambit" erfindet quasi das Cat-and-Mouse-Spiel in touristischer Umgebung neu – Kunstkuratorin Lara und Architekt Deniz liefern sich entlang der Riviera ein visuelles Abenteuer in zehn knackigen Zwei-Minuten-Clips. Noch dichter am Puls: "İstanbul My Love". Hier ist die Stadt selbst der heimliche Star, als Bühne für eine Romanze zwischen einer jungen Frau namens İstanbul und einem Geschäftsmann namens Tan. Jede Episode wandert über Drehorte, die so unterschiedlich sind wie die Stadt selbst – vom opulenten Palast bis zum Hipster-Café in Beyoğlu. Den Silberrang in der Kategorie Online & Social Media und einen Platz im Finale gab’s dafür obendrauf. Die Jury sichtete Beiträge aus 25 Ländern, die Konkurrenz war enorm und trotzdem gingen gleich mehrere der begehrten Preise an die Türkische Tourismusagentur – Wien hatte die Fäden mit in der Hand. Weiteres Bildmaterial gibt es auf goturkiye.com und direkt bei der TGA. Es bleibt spannend, ob andere Tourismusländer diese erzählerische Kreativität aufgreifen. Ein bisschen könnte man ja hoffen.

Die Türkische Tourismusagentur (TGA) hat mit ihren hochwertigen Kurzserien und Werbefilmen auf internationaler Ebene neue Akzente im Destinationsmarketing gesetzt und wurde dafür bei den US International Awards mehrfach ausgezeichnet. Mit filmisch anspruchsvollen Produktionen wie "Antalya Gambit", "İstanbul My Love" und "So Turkish, Go Turkish" erreicht die TGA weltweit immense Reichweiten und sorgt für frische Wahrnehmung der Türkei als vielseitiges und modernes Reiseland. Laut aktuellen Berichten in mehreren Medien war dieser Award-Gewinn nicht nur ein PR-Coup für die Türkei, sondern dient auch als Vorbild für andere Länder, wie Storytelling im modernen Tourismusmarketing funktionieren kann. Erweitert um: In der Tagespresse wird hervorgehoben, dass die Türkei verstärkt auf Emotionalisierung statt klassische Imagewerbung setzt, um neue Zielgruppen – insbesondere junge Reisende – anzusprechen. Dabei verzeichnet das Land seit Jahresbeginn tatsächlich eine spürbare Zunahme des internationalen Gästeaufkommens, welche laut Brancheninsidern zumindest Teilweise auf diese mediale Strategie zurückgeführt wird. Experten betonen zudem, dass die Zusammenarbeit mit internationalen Kreativagenturen die künstlerische Qualität der Clips entscheidend gehoben habe und damit ein internationales Publikum erreicht werden konnte. Offizielle Vertreter unterstreichen, dass die prämierte Serie für die wachsende Bedeutung von authentischen Videoinhalten und kreativer Zusammenarbeit im Wettbewerb um Touristen steht.

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