Außerdem zeigte sich der Euro am Abend geringfügig fester – so gab es für einen US-Dollar 0,8672 Euro, ein Euro lag bei 1,1532 Dollar. Gold als sicherer Hafen konnte ebenfalls zulegen: Am Abend wurde die Feinunze mit 4.080 US-Dollar bewertet, ein Plus von 0,6 Prozent. Öl hingegen, da sieht es ganz anders aus – der Preis für ein Fass Brent rutschte um mehr als 5 Prozent ab und bewegte sich zur späten Stunde um 79,33 US-Dollar. Solche Schwankungen sind fast schon paradox: Während an der Börse Optimismus blüht, kühlt sich der Rohstoffsektor plötzlich merklich ab.
Die amerikanischen Aktienmärkte legten am Dienstag kräftig zu, wobei der Dow Jones sein bisheriges Allzeithoch übertraf. Der ungewöhnlich starke Anstieg lässt sich sowohl auf die Aussicht auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten als auch auf überraschend starke Unternehmenszahlen zurückführen – allen voran Caterpillar, das von einer regen Nachfrage nach Energie- und KI-Infrastruktur profitierte. Die positive Marktstimmung sorgte für einen festen Goldpreis, während der Ölpreis entgegen dem Aktienboom abtauchte. — Noch erwähnenswert: Verschiedene Analysten interpretieren den aktuellen Kursfeuerwerk auch als Zeichen dafür, dass Investoren ihr Vertrauen in den Tech-Sektor sowie in KI-getriebene Geschäftsmodelle stärken.
Außerdem erhöhen die robusten US-Konjunkturdaten generell die Hoffnung auf ein "soft landing" der Wirtschaft, trotz anhaltender Unsicherheiten durch die US-Notenbank, weltpolitische Konflikte und irritierende Bewegungen an den Rohstoffmärkten.