ADAC beobachtet extremen Dieselpreisanstieg im Juli: Fast 28 Cent mehr

Die Preise an den Zapfsäulen schossen im Juli spürbar in die Höhe, wobei Diesel besonders ins Gewicht fiel. Der ADAC sieht Handlungsbedarf und fordert Konsequenzen.

heute 13:59 Uhr | 4 mal gelesen

Wer im Juli Diesel getankt hat, dürfte die Veränderung am eigenen Geldbeutel gemerkt haben. Anfang des Monats zahlte man noch durchschnittlich 1,95 Euro pro Liter, doch am 31. Juli war die Schmerzgrenze bei 2,23 Euro erreicht – ein sattes Plus von knapp 28 Cent. Auch Super E10 hat angezogen: Am günstigsten gab’s den Liter am 1. Juli für 2,02 Euro, doch mit 2,17 Euro am 23. Juli war ein Preishoch erreicht, immerhin gut 15 Cent mehr. Im Monatsdurchschnitt landete E10 bei 2,10 Euro, fast auf Rekordniveau. Diesel lag mit durchschnittlich 2,10 Euro zwar noch spürbar unter dem bisherigen Allzeithoch von April (2,26 Euro), aber der Trend geht steil nach oben. Klar ist: Der ADAC ist sauer. Der Mobilitätsclub sieht die Entwicklung kritisch, denn während Rohöl am 23. Juli kurz auf über 100 Dollar kletterte, fiel der Preis bis Monatsende unter 90 Dollar – doch die Spritpreise zogen trotzdem weiter an. Aus Sicht des ADAC müsse das Bundeskartellamt ran: Der Verdacht liegt nahe, dass Raffinerien und Großhändler die Preise zu wenig und zu langsam anpassen.

Im Juli 2024 sind die Kraftstoffpreise in Deutschland deutlich gestiegen, wie der ADAC berichtet, und besonders Dieselfahrer mussten mit einem extremen Preissprung von fast 28 Cent pro Liter rechnen. Trotz zeitweisem Rückgang der Rohölpreise blieben die Spritpreise auf hohem Niveau, was der ADAC zum Anlass nimmt, eine Untersuchung durch das Bundeskartellamt zu fordern – denn der Zusammenhang zwischen Ölpreis und Endkundenpreis wirkt für viele Verbraucher zu undurchsichtig und wenig nachvollziehbar. In aktuellen Analysen werden unter anderem internationale Krisen, der starke Dollar, eine erhöhte Nachfrage im Sommerreiseverkehr sowie Engpässe bei Raffinerien als Ursachen diskutiert. Laut TAZ und SPIEGEL führen ungünstige Währungsentwicklungen sowie höhere Nachfrage und Lieferkettenprobleme zusätzlich zu dem Preisauftrieb. Die aktuelle Situation wirft auch politische Fragen nach Marktkontrolle und möglicher Regulierung auf, während Verbraucherorganisationen ihre Kritik verschärfen.

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