Condor-Boss: Flugtickets bleiben teuer – Aussicht auf sinkende Preise unrealistisch

Peter Gerber, Kopf von Condor, sieht keinen Grund zur Hoffnung auf günstigere Flugpreise in absehbarer Zeit. Selbst mit gelegentlichen Angeboten bleibt Ticket-Shopping wohl eine teure Angelegenheit.

heute 13:53 Uhr | 4 mal gelesen

Eigentlich, so könnte man meinen, bringt die Konkurrenz der Fluggesellschaften irgendwann die Preise ins Rutschen – aber Condor-Chef Peter Gerber winkt ab. Die Energiepreise, vor allem das Kerosin, machen Schnäppchen zur Wunschvorstellung. Gerber gibt zu, dass es manchmal nötig ist, mit niedrigeren Tarifen die Plätze voll zu bekommen, Klar, das kennen vermutlich alle, die schon mal spontan ans Mittelmeer wollten. Aber gleichzeitig fressen die hohen Kosten an den Unternehmensmargen. Interessant ist, wie Gerber über das Drehkreuz Frankfurt denkt: Obwohl schon etliche Zubringerflüge existieren, könnten mehr Verbindungen dem Unternehmen helfen, die wirklich lukrativen Flüge herauszupicken. Wer hätte gedacht, dass es so sehr aufs Timing und die Routenwahl ankommt? Die Mischung aus Touristik- und Linienverkehr, gibt er offen zu, mache die Planung komplexer als vielleicht bei Billigfliegern. Investoren scheint das nicht zu stören – im Gegenteil: Durch das breite Netzwerk, etwa mit Emirates oder Jetblue, bleibt Condor für Geldgeber spannend. Apropos Geld, der Londoner Investor Attestor könnte schon bald alleiniger Eigentümer werden, es sei denn, ein neuer Partner gesellt sich dazu. Klingt nach Hoffnung auf frisches Kapital. Aber was bedeutet das perspektivisch für Reisende? Vermutlich vor allem eines: günstiger wird es so schnell nicht.

Condor-CEO Peter Gerber sieht in naher Zukunft keine Entspannung bei den Flugpreisen. Die aktuellen Herausforderungen liegen vor allem in den hohen Kosten für Treibstoff und der Notwendigkeit, trotz teurem Umfeld auf manchen Strecken mit Preisaktionen Kunden zu gewinnen. Dennoch setzt das Unternehmen auf ein starkes Partnernetzwerk, das sowohl für Fluggesellschaften als auch für Investoren attraktiv bleibt und den Fokus auf ein ausgebautes Zubringerangebot legt. – Inzwischen entstehen in ganz Europa durch wachsende Energiekosten für Airlines ähnliche Preisdruck-Situationen. Andere Branchengrößen betonen ebenfalls, dass ohne strukturelle Änderungen an den Kosten keine Niedrigpreiswelle bevorsteht. Zusätzlich beobachten Experten, dass die großen Investmentfonds in der Luftfahrt weiterhin auf stabile, nicht auf spekulative, Renditen setzen, was Preissenkungen zusätzlich erschwert.

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