Laut Andreas Jung bleibt der Klimaschutz angesichts der fortschreitenden Erderwärmung eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben. Gegenüber 'T-Online' betonte der CDU-Fraktionsvize, wie wichtig es sei, konsequent an der Erreichung der Klimaneutralität bis spätestens 2045 festzuhalten. Dafür brauche es aus seiner Sicht klare Rahmenbedingungen und einen ausbalancierten Ansatz, der Klimapolitik, ökonomische Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich miteinander verknüpft. Junge Parteikollegen wie Tilman Kuban plädieren jedoch offen für realistischere, weniger ambitionierte Zwischenziele, da sie wirtschaftliche Nachteile und einen Rückgang der Industrieproduktion befürchten. Die rechtliche Grundlage für Deutschlands Klimaziele wurde nicht zuletzt vom Bundesverfassungsgericht gestärkt, das 2021 die Verpflichtung zur Einhaltung eines CO₂-Budgets erneut betonte – abgestimmt am Pariser Klimaabkommen. Ähnlich argumentierte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2024 im Kontext der Schweizer Klimapolitik.
Die Debatte innerhalb der CDU über das Klimaziel 2045 illustriert die Spannungsfelder zwischen ökologischen, ökonomischen und politischen Interessen. Während Andreas Jung auf verbindliche Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität pocht, mahnen Kritiker wie Tilman Kuban, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit dürfe darunter nicht leiden. Aktuelle internationale Debatten, etwa die EU-Strategie zum Green Deal, zeigen zudem, dass Deutschlands Ziel in Europa als ambitioniert gilt und auch dort nicht unumstritten ist. Zugleich wurden in Deutschland in den letzten Tagen neue Förderprogramme vorgestellt, um Innovationen im Energiesektor und bei Klimaschutztechnologien gezielt zu unterstützen, um das 2045-Ziel zu untermauern. Die Diskussion spiegelt auch wider, wie Klimaschutzziele zunehmend mit sozial- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen verknüpft werden, etwa durch konkrete Investitionssicherheiten für Unternehmen und die Förderung neuer „grüner“ Jobs.