Manchmal gibt es diese Spiele, in denen sich von Anfang an ein ganz bestimmtes Bild auf dem Rasen abzeichnet: Bielefeld trat mit viel Schwung und offensivem Drang auf, während Cottbus sich immer wieder zu Ballverlusten hinreißen ließ. Schon in Minute 26 klingelte es: Grodowski nutzte ein Geschenk der Cottbusser Hintermannschaft, nahm Tempo auf und ließ dem Keeper keine Chance – 1:0. Und als würde das Drehbuch einseitig geschrieben sein, schlug Grodowski kurz vor der Pause noch einmal zu: Ein frecher Heber, ein Raunen auf der Tribüne – 2:0. Nach dem Seitenwechsel gab es so etwas wie ein kurzes Aufflackern der Gäste, aber irgendwie wirkte das alles planlos. Das Tor von Grodowski per Elfmeter zum 3:0-Endstand (76.) war dann auch so etwas wie der Schlusspunkt hinter einer wirklich konzentrierten Bielefelder Vorstellung. Für beide Teams steht nun der DFB-Pokal an: Bielefeld reist nach Großaspach, Cottbus muss sich gegen Bundesligist Augsburg beweisen. Und die Parallelspiele? Hannover patzte zu Hause gegen Wolfsburg (0:1), während Dresden ein knapper 1:0-Sieg gegen Darmstadt gelang.
Bielefeld zeigte einen überraschend souveränen Auftritt mit einem wahren Hattrick von Joel Grodowski, der alle drei Tore beisteuerte – selten, dass ein Spieler gleich mehrfach von gegnerischen Fehlern profitiert. Mit stabilem Defensivverhalten und erfrischendem Offensivspiel sendet die Arminia ein starkes Signal an die Konkurrenz und wirkt, als habe die Mannschaft aus der Vorsaison einige Lehren gezogen – auch was das Nutzen von Chancen betrifft. Laut aktuellen Berichten in Sportmagazinen scheint Bielefeld sich nach personellen Veränderungen neu gefunden zu haben, während Cottbus noch deutlich an der Abstimmung arbeiten muss – das Pokalwochenende wird für beide Teams zur Bewährungsprobe.