Borussia Mönchengladbach feuert Trainer Polanski nach herber Pleite

Nach einem desaströsen Saisonauftakt trennt sich Borussia Mönchengladbach von Cheftrainer Eugen Polanski. Interimsmäßig übernimmt zunächst Co-Trainer Jan-Moritz Lichte die Leitung für das nächste Spiel gegen Mainz.

heute 10:59 Uhr | 1 mal gelesen

Der Stuhl des Chefcoachs bei Borussia Mönchengladbach wackelte schon einige Zeit – jetzt hat Eugen Polanski den Preis für die anhaltenden Misserfolge bezahlt. Kaum zu glauben, wie schnell sich die Fußballwelt dreht: Drei Niederlagen am Stück, die letzte ein 0:5-Debakel gegen den SC Freiburg, und prompt folgt der Schnitt.

Schnelle Entscheidung am Sonntag

Die Trennung ist offenbar am Sonntagmorgen fix gemacht worden. Verschiedene Medien berichten, teils mit Berufung auf Klub-Insider, dass das Gespräch entweder von Vereinsseite forciert oder aber von Polanski selbst gesucht wurde. Noch am Samstagabend wurde offenbar ausgiebig debattiert, bevor tags darauf die Entscheidung fiel – höchstwahrscheinlich in einer eher kühlen Atmosphäre. Im Profifußball gibt es selten viel Zeit für langes Zaudern.

Jan-Moritz Lichte übernimmt vorübergehend

Als vorübergehende Lösung setzt der Klub nun auf Kontinuität aus den eigenen Reihen: Co-Trainer Jan-Moritz Lichte springt ein und darf beim nächsten Bundesligaspiel gegen Mainz an der Seitenlinie stehen – eine klassische Feuerwehrmann-Rolle. Die Länderspielpause danach soll dazu genutzt werden, um entweder einen neuen Mann von außen zu holen oder vielleicht doch im eigenen Stall nochmal umzubrauchen. Kann gut sein, dass im Hintergrund bereits telefoniert und analysiert wird, wen die Mannschaft wirklich braucht.

Hilfloser Saisonstart erschüttert Gladbach

Die Fakten sprechen für sich und leider gegen Gladbach: Drei Ligaspiele, null Punkte, dazu herbe Gegentore – der Saisonstart geriet zum Alptraum. Ein wenig erinnert die Lage an jene Freunde, die sich Monat für Monat eine neue Diät vornehmen, aber doch immer wieder in alte Muster zurückfallen. Für einen Club mit europäischem Anspruch wie Gladbach ist das schon beinahe dramatisch. Sportlich wie finanziell könnten die Folgen kaum gravierender sein.

Ob Polanski gegangen wurde oder freiwillig ging, dürfte für die weiteren Wochen aber fast unerheblich sein. Im Endeffekt zählt einzig und allein, wie die Mannschaft die neuerliche Zäsur verkraftet. Im Umbruch kann auch Bereitschaft zur Überraschung stecken – vielleicht ist der aktuelle Tiefpunkt der Startschuss für eine ganz neue Geschichte.

Blick nach vorne und bittere Chancen

Mit der Übergangslösung Lichte ist Gladbach vorerst nicht handlungsunfähig – mehr aber auch nicht. Das nächste Spiel wird zum Charaktertest für alle Beteiligten. Im Hintergrund bleibt viel Ungewissheit: Wer kommt? Wer darf bleiben? Und ist das, was nach dem Umbruch folgt, wirklich besser als das, was eben noch war? So fühlt sich Krise im Fußball an – ein bisschen wie ein unausgeschlafener Morgen, an dem man dringend einen starken Kaffee braucht.

Trainer-Aus nach Fehlstart bei Borussia Mönchengladbach

Die Ära Eugen Polanski als Trainer von Borussia Mönchengladbach findet nach nur drei Bundesligapartien ein abruptes Ende. Die alarmierende Bilanz von drei Niederlagen und der 0:5-Schlappe gegen den SC Freiburg brachten sportliche und strukturelle Mängel unmissverständlich ans Licht – für einen Traditionsklub mit großen Ambitionen ein schwerer Schlag. Die Entscheidung fiel offenbar rasch und war von dem Wunsch getrieben, größeren Schaden abzuwenden und die Kontrolle über die sportliche Führung rechtzeitig zurückzugewinnen.

Lichte als Notlösung – Neustart mit Fragezeichen

Mit Jan-Moritz Lichte als Übergangstrainer steht eine interne, aber kurzfristige Lösung fest. Die anstehende Länderspielpause bietet der Vereinsführung Gelegenheit, in Ruhe mögliche Nachfolger zu evaluieren und Gespräche mit Kandidaten zu führen. Medienberichten zufolge stehen unterschiedlichste Namen auf der Liste, von bekannten Bundesliga-Gesichtern bis hin zu Trainerneulingen aus dem Ausland – eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen (siehe Aktualisierungen).

Ergänzende Recherchen

Recherchen der letzten 48 Stunden zeigen, dass Mönchengladbach weiterhin stabil in den Schlagzeilen steht. Berichte aus der Spiegel-Redaktion analysieren den schwierigen Spagat, die Balance zwischen Aufbruchsstimmung und struktureller Unsicherheit zu finden, während bei faz.net die finanzielle Bedeutung eines Trainerwechsels für Traditionsklubs in der Bundesliga erläutert wird. Die Krautreporter wiederum hinterfragen, welche nachhaltigen Lehren Gladbach (und vergleichbare Clubs) aus der Häufung rascher Trainerwechsel tatsächlich ziehen kann – gerade in Zeiten, in denen Geduld zur Mangelware im Profifußball wird.

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