Pokalabend voller Kontraste: HSV souverän, Köln mit Herzschlagfinale

Hamburg spaziert durch die erste Runde, Köln muss bis zum Schluss zittern. Doch Pokalspiel ist eben nicht gleich Pokalspiel – die Wege in die nächste Runde könnten kaum unterschiedlicher gewesen sein.

heute 20:03 Uhr | 3 mal gelesen

Irgendwie ist es jedes Jahr dasselbe – und trotzdem ganz anders. Montag, Flutlicht über Hamburg, ein laues Lüftchen und ein HSV, der sich gegen Verl die meiste Zeit nicht wirklich aufgeregt hat. Drei Tore, zwei von Gronbaek, eins von Lemke – und, naja, das war’s auch. Wer da auf Drama hoffte, schaute ziemlich in die Röhre. Dagegen Köln: Ein Sprung ins kalte Pokalwasser gegen beflügelte Würzburger. Rückstand nach nicht mal 20 Minuten – und für einen Moment sah es so aus, als könnten die Kickers diesen Coup tatsächlich landen. Aber dann war da Johannesson: Zwei schnelle Treffer, pure Erlösung – und ein Spiel, das aufreibender kaum hätte laufen können. Irgendwann stand’s dann 2:1, aber wer weiß, was passiert wäre, hätte Würzburg weiter so beherzt gekämpft? Und dann noch Wolfsburg, das sich mit Altglienicke rumschlug. Verlängerung nötig, nach wildem Hin und Her. Wer Pokalnostalgie sucht, fand sie hier. So viel dann zum Thema klare Verhältnisse – der Pokal mag halt keine Langeweile.

Der DFB-Pokal bleibt eine Spielwiese der Überraschungen. Während der HSV wie im Spaziergang seinen Pflichtsieg einfuhr, musste Köln gegen Würzburg Schwerstarbeit leisten und drehte dank Johannessons Last-Minute-Toren die Partie. Wolfsburg wiederum zeigte beunruhigende Nerven gegen einen vermeintlichen Underdog und schaffte es erst in der Verlängerung weiter – ein Paradebeispiel für die Unkalkulierbarkeit dieses Wettbewerbs. Die hohe Zuschauerresonanz sorgte bundesweit für euphorische Atmosphäre. Laut neuesten Spielstatistiken auf einschlägigen Fußballplattformen konnten mehrere unterklassige Teams den Druck der großen Bühnen erstaunlich gut meistern: So brachten beispielsweise Teams aus der dritten und sogar vierten Liga Top-Mannschaften fast an die Belastungsgrenze. Aus taktischer Sicht sticht hervor, dass viele Favoriten bei Spielverlauf und Personalaufstellung improvisieren mussten, was kleinere Klubs Mut für die kommenden Pokalduelle gibt. Besonders im Fokus: Der Stellenwert des Pokals für Zuschauer und Teams bleibt trotz wachsendem Ligabetrieb ungebrochen.

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