Manchmal wirkt es, als arbeite das Verteidigungsministerium nach der Devise: Wer groß plant, muss auch groß investieren. Im zweiten Halbjahr 2026 sollen ganze 100 neue Vorhaben mit einem Stückpreis von jeweils mindestens 25 Millionen Euro beim Bundestag durchgewunken werden – so sagen es interne Papiere, auf die die "Welt am Sonntag" sich beruft. Das Spannende daran: Im Jahr 2025 hatte die Bundeswehr bereits 100 solcher Projekte im Kalender, für die Folgejahre sind sogar 150 (2026) beziehungsweise 170 (2027) geplant. Die Masse der geplanten Großprojekte für dieses Jahr ist aber noch nicht einmal im Parlament gelandet. Die geplanten Anschaffungen betreffen sämtliche Bereiche des Heeres, der Marine und der Luftwaffe. Munitionsbeschaffung rückt in den Vordergrund; aber auch der Eurofighter, die F-35, Luftabwehrsysteme wie Patriot und Iris-T, der Schützenpanzer Boxer, die Drohne Heron TP und diverse Marinetechnik stehen auf dem Zettel. Sogar Weltraumüberwachung und militärische Infrastruktur sind dabei – und nicht zuletzt weitere, engere Kooperationen (oder wohl eher: Deals) mit den Amerikanern. Schwierig, dabei den Überblick zu behalten – zumal sich genaue Zahlen und Planungspunkte laufend ändern können. Übrigens: Die Bundeswehr hüllt sich in Schweigen, solange das Parlament sich nicht offiziell damit beschäftigt. Bis zur parlamentarischen Sommerpause sind immerhin schon 44 Großprojekte (19 Milliarden Euro!) abgestempelt worden. Laut "Welt am Sonntag" hat das Ministerium seit Jahresanfang insgesamt um die 6.400 Aufträge vergeben, wenn man die kleineren Dinger mitzählt. Und da sage einer, in Berlin gehe nichts voran...
Die Bundeswehr schaltet beim Thema Modernisierung und Aufrüstung spürbar einen Gang hoch: Für 2026 plant das Verteidigungsministerium fast 100 neue Großprojekte, jedes jenseits der Schwelle von 25 Millionen Euro. Diese Entwicklung steht in Zusammenhang mit der allgemeinen sicherheitspolitischen Lage, die unter anderem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine beeinflusst ist. Aktuelle Medienberichte und Analysten bewerten die Pläne teils kritisch, denn finanzielle, politische und logistische Herausforderungen könnten die ambitionierten Vorhaben bremsen; außerdem stellt sich die Frage, ob die geplante Ausstattung zukunftssicher ist – insbesondere angesichts des zunehmenden Einflusses von KI und Cyberwarfare in der internationalen Militärtechnik. Hinzu kommt, dass laut Ministerium ein erheblicher Teil der detaillierten Projekte bisher nicht öffentlich wurde, was Transparenz und parlamentarische Debatte erschwert.