In seinem Vorstoß setzt sich Alexander Dobrindt für ein weiteres Festhalten an stationären Grenzkontrollen ein, was innerhalb der Bundesregierung wie auch auf EU-Ebene zunehmend auf Widerstand stößt. Die Europäische Kommission bemüht sich parallel, flexible und einheitliche Asylverfahren wie im GEAS zu etablieren, um nationale Kontrollen perspektivisch überflüssig zu machen. Jüngste Berichte auf spiegel.de und sueddeutsche.de zeigen zudem, dass die Debatte um das Thema Sicherheit, Migration und europäische Zusammenarbeit besonders in Wahlkampfzeiten an Schärfe gewinnt; die Sorge um eine Zunahme irregulärer Grenzübertritte ist nach wie vor groß. Dobrindt argumentiert vor allem mit Handlungsdruck an den Außengrenzen und verweist auf Zahlen des Bundesinnenministeriums, die einen Anstieg illegaler Grenzübertritte im Frühjahr 2024 belegen. Kritikerinnen aus SPD und Grünen sehen wiederum in der Fixierung auf nationale Maßnahmen eine Gefahr für die Schengen-Idee und fordern stärker europäisch koordinierte Lösungen – auf dem Papier zwar klar, aber in der Praxis nicht immer reibungslos und schnell umsetzbar. Rechtlich ist zu erwähnen, dass solche Grenzkontrollen laut Schengen-Kodex nur zeitlich begrenzt erlaubt sind – mit Ausnahmeklauseln, die wiederholt gezogen wurden.