Großhandel im Juli: Preise legen erneut zu

Im Juli 2026 kletterten die Preise im deutschen Großhandel im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent. Das ist etwas mehr als im Juni, aber ein Hauch weniger als im Mai desselben Jahres.

heute 08:15 Uhr | 2 mal gelesen

Warum die Preise genau steigen, ist natürlich oft ein Flickenteppich von Gründen, doch diesmal stechen geopolitische Spannungen, insbesondere die andauernden Konflikte im Nahen Osten und im Iran, hervor. Diese sorgen dafür, dass gerade Energieprodukte und Rohstoffe im Einkauf teurer werden. Laut Destatis, das am Freitag wie immer penibel seine Zahlen präsentierte, gab es im Juli gegenüber Juni nochmal einen kleinen Sprung nach oben – immerhin 0,2 Prozent. Ein Clou: Die Mineralölpreise sind im Vergleich zu Juli 2025 geradezu in die Höhe geschossen (24,1 Prozent mehr). Die zurückgenommene Energiesteuervergünstigung am Monatsanfang schlägt da merklich zu Buche – 4,0 Prozent mehr allein bei Benzin und Diesel seit Juni! Aber nicht nur das: Metalle und Metallhalbzeuge wurden noch deutlicher teurer (plus fast 28 Prozent zum Vorjahr, allerdings leicht günstiger als im direkten Vormonat). Chemieprodukte, zum Beispiel, stehen mit 13 Prozent über Vorjahr, während Informations- und Kommunikationstechnik auch nicht von der Teuerungswelle verschont blieb. Aufmerksame Marktbeobachtende haben vielleicht bemerkt, dass lebende Tiere, Milchprodukte oder Fleisch tatsächlich spürbar billiger wurden. Ein seltener Trost in diesem Zahlenmeer, falls man aufs Frühstücksei nicht verzichten mag. Aber ob das generell für Entspannung sorgt? Darüber lässt sich streiten.

Im Juli 2026 sind die Großhandelspreise zum Vorjahr wieder gestiegen – diesmal um 5,3 Prozent. Energie und Rohstoffe, besonders Mineralölerzeugnisse, haben die Entwicklung klar dominiert. Grund dafür sind laut verschiedenen Analysen vor allem internationale Krisen und das Ende von Steuervorteilen für Kraftstoffe in Deutschland. Interessant ist, dass trotz Preiswelle für viele Produkte einige landwirtschaftliche Erzeugnisse – beispielsweise lebende Tiere und Milchprodukte – spürbar günstiger wurden. Das Wirtschaftsklima im Land bleibt dadurch angespannt, was sich auch in aktuellen Berichten diverser Wirtschaftsmagazine spiegelt: Die Unsicherheit über mögliche weitere Energiepreisschübe dürfte nicht so schnell verschwinden.

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