Mal ehrlich: Die Euphorie war vor dem Spiel spürbar, aber dass Hertha so schnörkellos beim VfL Bochum auftritt und gewinnt, hätten wohl die wenigsten erwartet. Bereits nach gut einer halben Stunde erlöste Sebastian Grönning die Blau-Weißen mit seinem Lupfer – ein Tor, das in Erinnerung bleibt. Kurios am Rande: Das Match musste zwischenzeitlich gestoppt werden, weil Fluchttore im Gästeblock von Bannern verdeckt waren – ein Detail, das so in keinem Drehbuch steht. Nach dem Wiederanpfiff versuchte zwar Bochum, das Spiel an sich zu reißen, aber irgendwie kam kaum Fluss auf. Erst im letzten Drittel stand Hertha zunehmend unter Druck; Stürmer Philipp Hofmann köpfte danebenzu, Gerrit Holtmann schoss aus vielversprechender Position vorbei – und als Maximilian Wittek zum Freistoß antrat, hielt Hertha-Keeper Gersbeck bravourös. Das war’s: Trotz Bochums Schlussoffensive blieb es beim denkbar knappen 1:0 für die Gäste. Ein Start nach Maß für Hertha, ernüchternd für die Gastgeber. Wie immer bleiben ein paar Fragezeichen, aber das ist ja das Schöne an einem Ligaauftakt.
Das Spiel zwischen Hertha und Bochum war letztlich von taktischer Vorsicht, kleinen Unterbrechungen und Einzelaktionen geprägt. Hertha zeigte sich vor dem Tor effizient und ließ auch in den engen Schlussminuten nichts mehr zu. Laut mehreren Nachberichten war die Stimmung auf den Tribünen angespannt, insbesondere Bochums Trainer steht nach verpasstem Punktgewinn gleich zu Saisonbeginn unter zunehmender Beobachtung. Aus anderen Quellen geht hervor, dass der Auswärtssieg Herthas Hoffnung auf eine stabile Saison nährt, da besonders Defensivarbeit und Moral in der Schlussphase stimmten.