Mal ehrlich: Wer derzeit an der Zapfsäule steht, reibt sich kaum verwundert die Augen – alles bleibt beim Alten. Im bundesweiten Mittel kostet der Liter Super E10 aktuell 2,125 Euro, was fast gleichauf mit der Vorwoche (2,128 Euro) liegt. Diesel? Ähnlich, mit 2,200 Euro pro Liter ist auch hier der Rückgang marginal. Das Bemerkenswerte: Obwohl Brent-Rohöl vergangene Woche ordentlich zugelegt hat – von etwa 79 auf rund 89 US-Dollar je Barrel – blieben die Preisschilder an Deutschlands Tankstellen eigentümlich stoisch. Und doch, das Urteil des ADAC bleibt kritisch: Die Preise seien immer noch zu hoch. Ebenfalls interessant, vielleicht aus der Kategorie "Kleinvieh macht auch Mist": Seit dem Wochenende ziehen die Preise regional schon wieder leicht an.
Ein Grund dafür: Der Rhein, dieser alte Fluss, führt weiterhin wenig Wasser. Das klingt erstmal nach Naturphänomen, hat aber ziemlich konkrete Folgen – nämlich teurere und schwierigere Sprittransporte im Westen des Landes. Dabei gibt es ja auch Pipelines, Schiffe und Züge, mit denen der Kraftstoff quer durchs Land reist. Trotzdem, die Versorgung bleibt eben fragil, kleine Störungen machen sich sofort bemerkbar. Irgendwie erinnert das alles an ein wackliges Kartenhaus …
Das Auf und Ab an den Zapfsäulen bleibt, trotz teurerem Rohöl, vorerst aus – die Preise für Benzin und Diesel stagnieren größtenteils. Zwar ist Rohöl zuletzt teurer geworden, doch Faktoren wie das anhaltende Niedrigwasser am Rhein schaffen regionale Preisschwankungen und Unsicherheit bei der Logistik. Laut aktuellen Pressemeldungen haben einige Tankstellen-Konzerne in Erwartung anhaltend hoher Großhandelspreise bereits angekündigt, ihre Preisanpassungen künftig kurzfristiger vorzunehmen, was Experten als weiteres Risiko für spontane Preissprünge sehen. Dies spiegelt sich etwa in aktuellen Berichten der Süddeutschen und Zeit wider, die zudem auf politische Debatten hinweisen: Es gibt Forderungen nach härteren Regulierungen oder einer Prüfung der Preisbildung durch das Bundeskartellamt, um Verbraucher besser zu schützen.