Kein Handlungsbedarf: Bundesregierung schweigt zu Vorwürfen gegen Streeck

Nach Jens Spahns Rücktritt regt sich keine Kritik an Hendrik Streeck (CDU), der durch die Geburt seines Sohnes via Leihmutterschaft in den USA in den Fokus geriet. Die Regierung lehnt eine Debatte konsequent ab und verweist auf den Schutz der Privatsphäre.

20.07.26 12:13 Uhr | 9 mal gelesen

Auf direkte Nachfrage stellte Regierungssprecher Stefan Kornelius klar, dass Professor Hendrik Streeck und sein Partner inzwischen Vater seien – und wundert sich eigentlich, warum das überhaupt so Schlagzeilen macht. Über die Details hüllt man sich offiziell in Schweigen: "Der Schutz der Privatsphäre gilt gerade auch für Kinder," hieß es fast schroff. Vorwürfe der Doppelmoral gegen den Bundesdrogenbeauftragten weist der Regierungssprecher damit entschieden zurück. Hintergrund: Das People-Magazin "Bunte" berichtete im April erstmals über Streecks neues Vaterglück, dokumentiert mit einem Statement Streecks: 'Ja, wir sind Eltern geworden. Unser Sohn ist gesund und wir erleben einfach große Freude.' Neue politische Bedeutungen sind da schwer zu messen, zumal die CDU und Friedrich Merz kürzlich noch mit Glaubwürdigkeit im Zusammenhang mit dem Rücktritt Spahns argumentierten. Spahn hatte sich wiederholt klar gegen die Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen, ein Thema, an dem sich die Partei immer wieder reibt. Etwas irritierend wirkt es da schon, wenn die Regierung jetzt jede Debatte rund um Streeck vermeidet – so ganz ohne Zwischentöne.

Die Bundesregierung bleibt eisern dabei, weder eine Debatte anzustoßen noch inhaltlich zu kommentieren, wie der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck durch eine Leihmutterschaft in den USA Vater geworden ist. Zwar gibt es parallele mediale Debatten über das Thema Leihmutterschaft und Doppelmoral – auch ausgelöst durch den Rücktritt von Jens Spahn –, aber nach außen hin pocht die Bundesregierung strikt auf den Schutz der Privatsphäre. In anderen Quellen wird allerdings intensiv darüber diskutiert, ob Politiker persönliche und politische Überzeugungen glaubwürdig vertreten und wie sich die deutsche Gesetzeslage zu internationalen Entwicklungen verhält; so gibt es aktuell erneut Forderungen zur Überarbeitung des Embryonenschutzgesetzes und die Punkte Transparenz sowie Authentizität von Politikerpersönlichkeiten werden in Talkshows und Medien breit debattiert.

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