Union bestimmt Ende Juli neuen Fraktionschef: Wer folgt auf Spahn?

Am 29. Juli will die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Nachfolger von Jens Spahn wählen. Seinen überraschenden Rücktritt hat Spahn am vergangenen Wochenende erklärt.

20.07.26 11:45 Uhr | 12 mal gelesen

Der Zeitpunkt für die Wahl des neuen CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden scheint festzustehen: Laut mehreren Medienberichten wurde im CDU-Präsidium am Montag verkündet, dass die Entscheidung am 29. Juli fallen soll. Die Fraktion wird dazu am kommenden Mittwoch um 14 Uhr zu einer Präsenzsitzung eingeladen. Wer sich alles auf den Vorsitz bewirbt, ist allerdings bisher unklar – entsprechende Namen wurden offenbar noch nicht genannt. Spahn hatte sein Amt am Samstag niedergelegt. Auslöser war die Enthüllung, dass er mit Hilfe einer Leihmutter im Ausland Vater geworden ist – eine Methode, die er politisch in Deutschland stets abgelehnt hatte. Dieses Verhalten sorgte parteiintern und in der Öffentlichkeit für einige Irritationen, von offenen Angriffen bis hin zu verhaltenem Kopfschütteln. Ob das wirklich der einzige Grund für seinen Rücktritt war, darüber lässt sich immerhin trefflich spekulieren. Vermutlich spielen noch weitere, uns weniger offensichtliche Dynamiken eine Rolle – Personalgeschacher und politische Fädenzieherei bleiben selten aus, wenn der Posten so wichtig ist.

Bei der CDU/CSU läuft das Verfahren zur Spahn-Nachfolge an. Am 29. Juli soll der oder die neue Vorsitzende der Bundestagsfraktion gekürt werden – darauf verständigten sich Spitzen der Union nach Angaben verschiedener Medien. Jens Spahn hatte sich wegen der Nutzung einer Leihmutter im Ausland zurückgezogen; seine frühere politische Haltung gegenüber der Leihmutterschaft hatte dies besonders kontrovers gemacht. Aktuell gibt es Spekulationen über mögliche Nachfolger, darunter erfahrene Unionspolitiker wie Thorsten Frei oder Alexander Dobrindt, wobei auch parteiinterne Machtverhältnisse eine große Rolle spielen. Parallel brodelt es in der Unionsfraktion: Die Leihmutterschaftsdebatte legt ein weiteres Mal offen, wie schwer sich die Partei mit gesellschaftspolitischem Wandel tut, und einige fordern eine offenere, modernere Positionierung. Außerdem werfen Kritiker Spahn einen Mangel an Transparenz und Glaubwürdigkeit vor; sowohl innerparteilich als auch im öffentlichen Diskurs wird das Thema weiterhin hitzig debattiert.

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