Wenn ich dieser Tage übers Land fahre, staubt der Acker schon beim bloßen Hinsehen. Verbandschef Joachim Rukwied hat im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe deutlich gemacht, wie hart die Dürre einschlägt: Traum vom satten Ertrag? Diesen Sommer bleibt er wohl aus. Die Sorge dreht sich nicht nur um das Getreide, auch Futterpflanzen und Herbstfrüchte kriegen die Trockenheit ab. Preisdruck obendrauf – niedrige Erlöse treffen auf hohe Betriebskosten, von Diesel bis Düngemittel. Da ist kaum Luft zum Atmen, manche Betriebe schlittern finanziell regelrecht ins Trudeln. Rukwied spricht sogar von Betrieben, die nur mit Not- oder Zwischenkrediten durchhalten. Diese düstere Lage nimmt er zum Anlass, von der Politik ein klares Bekenntnis einzufordern: „Agrarkürzungen passen jetzt einfach nicht – im Gegenteil, es braucht Rückenwind für Bauern.“ Eine Forderung, die fast schon verzweifelt klingt, aber der Realität vieler widerspiegelt.
Die aktuelle Dürre setzt den Bauern in Deutschland massiv zu, wie Joachim Rukwied vom Bauernverband betont. Neben schwachen Erträgen kommen die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Produkte und ständig steigende Kosten hinzu – eine toxische Mischung für die Liquidität vieler Betriebe. Auch in den neuesten Berichten spitzt sich die Lage zu: Experten warnen vor Ernteausfällen von bis zu 30 Prozent, insbesondere Getreide und Mais sind betroffen; betroffene Landwirte fordern Soforthilfen und langfristige Strategien, um wetterbedingte Risiken abzufedern. Nicht überall herrscht Einigkeit darüber, wie staatliche Unterstützung aussehen soll – aber dass sie gebraucht wird, scheint kaum noch zu bestreiten.