Nasdaq im Sinkflug: KI-Skepsis setzt US-Börsen unter Druck
Am Dienstagabend rutschten die US-Aktienmärkte ab. Während der Dow Jones bei 53.343 Punkten landete (minus 0,2 %), sackte der S&P 500 mit etwa 7.692 Punkten um 0,7 % ab, und der Nasdaq 100 knickte mit rund 29.491 Punkten gar um satte 1,7 % ein. Das aufflammende Misstrauen gegenüber Hype-Themen wie Künstlicher Intelligenz war dabei unübersehbar.
heute 22:30 Uhr | 2 mal gelesen
Besonders heftig traf es den Philadelphia Semiconductor Index, der satte fünf Prozent einbüßte – ein ziemlich deutlicher Dämpfer für die Chipbranche. Parallel dazu schlugen geopolitische Sorgen aufs Sentiment: Äußerungen von Donald Trump, der dem Oman mit Konsequenzen drohte, sorgten für Unruhe bezüglich der ohnehin fragilen Stabilität im Nahen Osten. Auch der Währungsmarkt blieb nicht unbeeindruckt; der Euro rutschte etwas ab und notierte bei 1,1573 US-Dollar, während der Dollar bei 0,8641 Euro stand. Gold, häufig als sicherer Hafen angesehen, wurde überraschenderweise günstiger: Der Preis pro Feinunze fiel um fast zwei Prozent auf 4.341 US-Dollar, was auf 120,60 Euro pro Gramm hinausläuft. Im Gegensatz dazu legte Rohöl leicht zu – die Nordsee-Sorte Brent kostete zum späten Dienstagabend 91,01 US-Dollar je Fass, also 14 Cent mehr als am Vortag. Wenn man all das zusammenzieht, ergibt sich ein erstaunlich fragiles Stimmungsbild mit vielen Baustellen und wenig Berechenbarkeit. Wer übrigens denkt, dass sich allein mit positiver Technologie-Fantasie jede Schwankung an der Börse kaschieren lässt, wurde an diesem Tag wohl eines Besseren belehrt.
Die Unsicherheit hinsichtlich des tatsächlichen Potenzials von Künstlicher Intelligenz ließ die Technologiebörse Nasdaq sowie speziell Chipwerte spürbar nachgeben. Parallel dazu wirken geopolitische Spannungen und die drohende Eskalation im Nahen Osten als zusätzliche Belastungsfaktoren auf die Märkte, zusammen mit einem schwächeren Euro und sinkenden Goldpreisen. Neue Entwicklungen zeigen, dass etwa Microsoft und Alphabet mit enttäuschenden KI-Zahlen den Tech-Bereich belasten, während anhaltende Konflikte in Nahost nicht nur Anleger, sondern auch Unternehmen zu kurzfristigen Entscheidungen zwingen und damit die Volatilität hochhalten.