Deutschland will Millionenbetrag für Tschernobyl-Sicherheit locker machen

Das Umweltministerium unter Carsten Schneider erwägt, der Ukraine mit bis zu 50 Millionen Euro bei der dringend nötigen Instandsetzung der Tschernobyl-Schutzhülle zu helfen.

heute 21:51 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Brief des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags, aus dem der Politico-Newsletter „Energie und Klima“ zitiert, legt dieses Vorhaben offen. Schneider, Staatsminister im Kanzleramt, strebt eine Sondergenehmigung für 2026 an, mit der die Finanzierung besiegelt werden könnte – die tatsächliche Auszahlung der Gelder ist jedoch erst für 2027 vorgesehen. Gerade jetzt reist Schneider durch die Ukraine und plant auch einen Abstecher zum Unglücksort Tschernobyl. Hintergrund: 2025 hatte ein Drohnenangriff den massiven Schutzbau über dem ehemaligen Reaktor beschädigt. Laut Ministerium ist eine Reparatur unabdingbar, damit kein radioaktives Material mehr austreten kann. Der gesamte notwendige Betrag liegt nach Schätzungen bei mindestens 500 Millionen Euro – eine Summe, die Kiew aktuell kaum stemmen kann.

Das deutsche Umweltministerium positioniert sich als potenzieller wichtiger Partner bei der Reparatur der Schutzstruktur über dem Unglückreaktor von Tschernobyl – ein Projekt, das nach dem Drohnenschaden 2025 in eine kritische Phase gerutscht ist. Angesichts der Milliardenkosten und der angespannten ukrainischen Finanzlage steht die Hilfe aus dem Ausland im Fokus, von den insgesamt benötigten 500 Millionen Euro könnten bis zu 50 Millionen aus Deutschland fließen. Recherchen zeigen: Die EU und die Ukraine selbst arbeiten ebenfalls an Konzepten zur Finanzierung und Stabilisierung der Schutzhülle, um ein erneutes Austreten von Radioaktivität zu verhindern und die Region zu sichern. Laut aktuellen Berichten von der DW, FAZ und ZEIT ist die sicherheitstechnische Lage am Standort trotz der angespannten geopolitischen Situation noch unter Kontrolle, Experten sehen aber raschen Handlungsbedarf, um langfristige Umweltschäden abzuwenden.

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