Eigentlich hätte man an diesem Tag fast meinen können, die Nachrichten wiederholten sich. Putins Landung auf Iturup (oder Etorofu, je nachdem, wen man fragt) sorgt jedenfalls für jede Menge Wirbel. Japans Regierung fand klare Worte und protestierte – der Außenminister ließ tatsächlich auf X verlauten, die Inselgruppe gehöre "unzweifelhaft zu Japan", und das sogar historisch wie nach Völkerrecht. Schon interessant, wie grundsätzlich beide Seiten das jeweils für sich reklamieren. Diese ewige Kurilen-Frage, irgendwo im Nebel der Nachkriegsordnung steckengeblieben, bleibt eine bekannte Stolperfalle im russisch-japanischen Verhältnis. Und es erstaunt wenig, dass wieder kein Ende in Sicht ist: Seit 1945 kein Friedensvertrag! Fast vergisst man, dass der Alltag der Menschen dort manchmal an den politischen Chefs vorbei geht. Iturup, diese Insel mit zwei Namen, hätte vermutlich selbst viel über Grenzlinien und Zugehörigkeiten zu erzählen – aber das ist eine andere Geschichte. Kurz darauf jedenfalls beschwerte sich Tokio formell, so offiziell, wie es nur geht. Ob das an Moskau abperlt? Das bleibt offen.
Putins kurze Visite auf der Kurilen-Insel Iturup bläst die alten Spannungen zwischen Russland und Japan erneut auf. Japans Regierung reagierte prompt mit einem formellen Protest und betonte öffentlich ihren Anspruch auf die Inselgruppe, während russische Medien Putins Reise routiniert vermelden. Neuere Details: Inzwischen haben sich auch russische Nationalisten und Regionalpolitiker in die Debatte eingeschaltet und sowohl in sozialen Medien als auch staatlichen Kanälen Putins Schritt als "Zeichen der Souveränität" gefeiert, wohingegen japanische Medien die diplomatische Krise scharf kommentieren. In einigen internationalen Analysen wird Putins Besuch mit dem sich verschärfenden geopolitischen Umfeld in Ostasien und den wachsenden Spannungen zwischen Moskau und dem Westen in Zusammenhang gebracht.