Selenskyjs eindringlicher Appell: Ukraine braucht dringend mehr US-Patriots

Wolodymyr Selenskyj fordert mit Nachdruck mehr Patriot-Raketen aus den USA. Laut ihm kann sein Land die eskalierenden russischen Raketenangriffe kaum noch abwehren und braucht dringend Nachschub.

13.08.26 06:29 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal klingt es fast verzweifelt, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj um neue Patriot-Raketen bittet – diesmal gegenüber dem US-Sender CNN. Die Zahlen, mit denen er jongliert, sind ziemlich konkret: Lediglich ein Zehntel der von den USA bereitgestellten Abfangraketen reiche, um den aktuellen Bedarf zu decken. Noch brennender würde es im Winter werden, da genügten sogar fünf Prozent, um zumindest über die härtesten Monate zu kommen, behauptet er. Es wirkt wie ein Wettlauf mit der Zeit, denn die russischen Attacken nehmen aktuell – so Selenskyj – nicht nur zu, sie werden regelrecht skrupellos. Besonders die Hauptstadt Kiew erlebt einen neuen Höhepunkt der Angriffe, während den ukrainischen Verteidigern die Raketen ausgehen. Was mir auffällt: Der Präsident spricht von täglichen Telefonaten, Diskussionen, endlosen Verhandlungen auf internationaler Bühne. Klingt nach viel Aktionismus – aber vielleicht ist genau das nötig, in diesem zermürbenden Abnutzungskrieg. Pikant bleibt, ob Washington tatsächlich grünes Licht für die Raketenproduktion in der Ukraine gibt. Dass ausgerechnet Donald Trump als Amtsnachfolger das letzte Wort hätte, bringt eine neue Unsicherheit ins Spiel. Kurz: Die Balance zwischen Hoffnung, politischer Realität – und purer Not ist spürbar.

Selenskyj macht seit Wochen massiv Druck auf die USA und andere westliche Partner, die Luftverteidigung der Ukraine zu verstärken; bisher bleiben liefern die USA aber nur einen Bruchteil der erhofften Patriots. Die russischen Angriffe, insbesondere mit ballistischen Raketen, konzentrieren sich weiterhin auf strategische Ziele wie Kiew und kritische Infrastruktur, wobei die Ukraine zunehmend unter Munitionsknappheit leidet. Neueste Recherchen zeigen zudem, dass die Entscheidung über weitere Lieferungen oder die Erlaubnis zur lokalen Produktion der Raketen politisch brisant ist; inneramerikanische Debatten (zwischen Präsidentschaftskandidat Trump und der amtierenden Regierung Biden) beeinflussen das Tempo der Beschaffung zusätzlich. Darüber hinaus haben europäische Staaten ihre Unterstützung bei Luftabwehrsystemen zuletzt eher zögerlich ausgeweitet, während die russische Seite ihre Angriffe auf zivile Einrichtungen strikt fortsetzt.

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