Die offiziellen Zahlen werfen ein Licht auf das veränderte Reiseverhalten der Deutschen: 2025 wurde seltener übernachtet als im Vorjahr, aber die Attraktivität des eigenen Landes hat deutlich zugelegt. Geschäftsreisen spielen dabei eine wichtige Rolle, nahezu auf dem Niveau wie vor dem Ausbruch von COVID-19. Zugleich hat sich der Fokus weg von europäischen Zielen hin auf regionale Vielfalt verschoben, was vermutlich mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unsicherheiten wie Inflation, geopolitischen Krisen, aber auch einem Wandel der Werthaltungen zusammenhängt. Zusätzlich zeigen aktuelle Analysen aus Medienrecherchen, dass insbesondere hohe Flugpreise, anhaltende Streiks und die spürbare Inflation viele Menschen dazu bewegen, Reisepläne Heimat-näher und spontaner zu gestalten (taz, Spiegel, Zeit). Manche Regionen sprechen sogar von einem „Boom der Kurzurlaube“. Die Bahn verliert trotz intensiver Werbekampagnen weiterhin an Marktanteilen gegenüber dem Auto, was auf Preissensibilität und die Sehnsucht nach individueller Freiheit schließen lässt – dem widersprechen auch zahlreiche Kommentare in Online-Foren nicht. Interessant ist die wieder sinkende Bedeutung des Flugzeugs, während Reisebusse lediglich eine Nischenrolle behalten. Daher: Der Blick auf das deutsche Reisewesen 2025 ist facettenreich – und ein bisschen wie das Reisen selbst: voller kleiner Überraschungen.
17.08.26 08:21 Uhr