Die Nachrichten kamen am Sonntag von der Denkfabrik Institute for the Study of War. Ein erstaunlicher Wert: Am 1. August gab die ukrainische Armeeführung an, im vergangenen Juli habe Russland rund 42.860 Tote oder Schwerverletzte erlitten – ein trauriger Rekordmonat im Kriegsverlauf. Diese Angabe umfasst sowohl Gefallene als auch schwer verwundete Soldaten. Vergleicht man die Zahlen, sieht man: Schon im Februar 2026 hatten die russischen Verluste mit ca. 26.090 begonnen und sind Monat für Monat gestiegen, fast schon erschreckend stetig.
Die politische Führung in Moskau scheint unterdessen nicht müde zu werden, ihre – sagen wir – knalligen Erfolgsmeldungen zu streuen. Laut ISW will der Kreml die düsteren Zahlen dadurch überdecken und behauptet öffentlich, die Armee habe im Juli pro Tag 18,49 Quadratkilometer eingenommen oder zumindest betreten. Offenbar ist das Teil einer Strategie, um den Menschen in Russland einzureden, die hohen Opferzahlen würden sich lohnen und der Kurs stimme.
Faktisch, so das ISW weiter, kommt die russische Armee – trotz aller Zahlenakrobatik – kaum vorwärts: Ihr Tempo gleiche einem Fußmarsch, und das sei erheblich zu langsam, um die von Moskau ausgerufenen Ziele – einen schnellen Durchbruch und die Einnahme der gewünschten Gebiete bis Ende 2026 – auch nur ansatzweise zu erreichen.
Die russischen Verluste in der Ukraine sind im Juli 2026 laut Schätzungen des ukrainischen Generalstabs und der US-Denkfabrik ISW auf einen neuen Jahreshöchstwert gestiegen. Der Kreml hält mit großspurigen Aussagen dagegen, doch die Fortschritte der russischen Truppen verlaufen weiterhin extrem schleppend. Wie aktuelle Recherchen zeigen, wächst außerdem die Unzufriedenheit unter der russischen Bevölkerung über den anhaltenden Krieg, und auch die internationale Gemeinschaft fordert vermehrt Verhandlungen und konkrete Schritte zur Beendigung der Kämpfe. In diesem Zusammenhang berichten verschiedene Medien über zunehmende Desinformationskampagnen und verdeckten politischen Druck auf Kriegsgegner in Russland. Laut mehreren internationalen Beobachtern wird die humanitäre Situation vor allem im Osten der Ukraine durch die anhaltenden Kämpfe und russische Angriffe weiter verschärft.