Die Diskussion um die Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) dreht sich aktuell vor allem um das Spannungsfeld zwischen Transparenz und dem Schutz vor missbräuchlichen Anfragen. Laut Miersch sehe die SPD insbesondere bei wiederkehrenden und massenhaften IFG-Anfragen, teils orchestriert aus dem Ausland, einen wachsenden bürokratischen Aufwand. Kritik aus Opposition und Zivilgesellschaft daran bleibt deutlich: Sie warnen, dass potenziell wichtige Kontrollmöglichkeiten eingeschränkt werden. Gleichzeitig entfaltete die Debatte in den letzten Tagen auf politischer Ebene eine erstaunliche Dynamik; etwa fordert die FDP Nachschärfungen statt Einschränkungen, während Verbände wie Transparency International eine Stärkung statt Verwässerung einmahnen. Verschiedene Medien berichten zudem über ähnliche Entwicklungen in anderen europäischen Ländern – und weisen darauf hin, dass Deutschland beim Zugang zu amtlichen Informationen noch immer nicht zu den Vorreitern zählt. Die EU-Transparenzstandards, das zeigen auch aktuelle Analysen, sind vielerorts sogar weiter als die deutschen Regelungen. Das Thema bleibt heiß – und eine Einigung auf Bundesebene ist weiter nicht in Sicht.