In Ungarn ist in der Nacht auf Sonntag ein Reisebus aus Polen verunglückt. Dabei kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden teils schwer verletzt. Der Bus war mit fast 60 Personen auf dem Weg nach Nyíregyháza, als er offenbar wegen eines Konzentrationsfehlers des Fahrers von der Autobahn abkam und nach dem Umkippen in einem Graben zum Stillstand kam. Die Ermittlungen stecken noch in den Anfängen, aber wie örtliche Medien berichten, könnte Übermüdung oder mangelnde Aufmerksamkeit die Ursache gewesen sein. Rettungskräfte standen bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz; deren Berichte sprechen von chaotischen Szenen und enormer psychischer Belastung für die Beteiligten. In ganz Mitteleuropa sorgen Busunglücke immer wieder für Schlagzeilen, doch eine derartige Zahl von Todesopfern ist äußerst selten. Laut aktuellen Artikeln aus internationalen Medien nimmt die Zahl tödlicher Unfälle im grenzüberschreitenden Reiseverkehr zwar ab, doch die Herausforderungen – etwa lange Fahrzeiten und wachsende Anforderungen an die Fahrer – bleiben bestehen. Experten mahnen, dass mehr Präventionsarbeit und klare fahrtechnische Vorschriften ähnlich wie im Lkw-Verkehr auch für Reisebusse nötig sind.