Nachricht auch nach China
Auch an Chinas Präsident Xi richtete Merz einen Gruß, der sich nur wenig unterscheidet – bis auf kleine Nuancen. Die Eindrücke aus den chinesischen Katastrophengebieten hätten ihn sehr betroffen gemacht; nun ginge es vor allem um Hoffnung, Kraft und tatkräftige Hilfe für die Hinterbliebenen sowie die vielen Verletzten, schreibt Merz. Man spürt zwischen den Zeilen: Die Anteilnahme ist echt, beinahe tastend formuliert.Ursprung der Flut: Gletscherkollaps
Was geschah? Ende August brach ein gewaltiges Gletscherteil am Langtang Lirung los. Die Folge: Eine Lawine, reißendes Wasser, Geröll. Weit mehr als 30 Dörfer verschwanden teilweise unter Schlamm, Notrufe häuften sich – und am Ende steht eine traurige Bilanz: Nah an 500 Tote, über 1.400 offiziell Verletzte, dazu ganze Gruppen vermisster Menschen. Genaue Zahlen? Schwer zu fassen, täglich erreichen neue Listen die Ämter.Mitten im Klimawandel
Ob der Kollaps des Gletschers letztlich aufs Konto des Klimawandels geht, bleibt wissenschaftlich offen – Debatten finden statt, Beweise fehlen häufig. Klar ist dennoch: Die Himalaya-Gletscher verlieren massiv an Volumen, ein Trend, der kaum noch zu ignorieren ist. Seit 1957 hat das Langtang-Eis mindestens ein Drittel seiner Stärke eingebüßt; besonders in den letzten Jahren sieht man das Abschmelzen schon mit bloßem Auge.Nach der schweren Flutkatastrophe durch einen abrutschenden Gletscher am Langtang Lirung hat Friedrich Merz schnell und persönlich Kondolenzbriefe nach Nepal und China geschickt. Die Lage bleibt chaotisch: Die Opferzahlen steigen weiter, viele Menschen gelten als verschollen – und die Frage nach den Ursachen drängt sich auf. Wissenschafliche Stimmen warnen: Der rapide Eisverlust im Himalaya sei mindestens ein Alarmsignal, weltweit wird spürbar, dass sich das Klima drastisch verändert – was vermutlich auch für kommende Generationen folgenschwer sein wird. Aktuelle Recherchen zeichnen zudem ein noch düstereres Bild: Rettungstrupps stehen in Nepal und im Westen von China vor massiven organisatorischen Problemen, weil das Gelände schwer zugänglich ist und Infrastruktur fehlt. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt, wie Freiwillige oft selbst zu Ersthelfern werden müssen, weil professionelle Kräfte schlicht zu weit entfernt sind (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Spiegel Online berichtet, dass Helfer und Familien tageweise warten, bis Suchtrupps überhaupt in manche Ortschaften gelangen; internationale Hilfe ist angelaufen, doch die Analyse der genauen Auslöser dauert noch an (Quelle: Spiegel). Die taz fokussiert auf die Frage, was diese Katastrophe für die Lebenswirklichkeit der Menschen bedeutet: Viele verlieren nicht nur Haus und Besitz, sondern fürchten, dass solche Gletscherfluten langfristig zum Alltag gehören könnten (Quelle: taz).