ADX Energy: Weiteres Testprogramm für Gasfelder im Hochfeld-Projekt – Wie geht’s weiter?

Wien – Die australisch-österreichische Erdgasschmiede ADX Energy drückt beim Hochfeld-Projekt in der Gemeinde Frankenmarkt (OÖ) auf das Gaspedal: Bereits im August startet der nächste Testlauf, der vor allem die tieferen Sandschichten ins Visier nimmt. Firmenchef Ian Tchacos ist optimistisch, dass auch dort bedeutende Gasfunde zu erwarten sind. Die aktuellen Ergebnisse wirken vielversprechend: Schon die ersten Tests belegen ein Potenzial, das Investoren und Energiebranche aufhorchen lässt.

heute 11:59 Uhr | 1 mal gelesen

Im Juni gab es im Zuge der Bohrung HOCH-1 so etwas wie einen kleinen Durchbruch: Auf rund 1465 Metern Tiefe wurde mit dem Test in der oberen Hall-Formation hochwertiges – und vor allem wasserfreies – Erdgas gefördert. Die Rate ist beachtlich. Konkrete Zahlen? 2,7 Mio. Kubikfuß pro Tag (das entspricht etwa 450 Barrel Öl pro Tag) und das bei stabilem Fließdruck von satten 65 bar – gemessen über 11 Stunden. Laut ADX-Schätzung wären mit dem Reservoir sogar Fördermengen von 3,5 Mio. Kubikfuß pro Tag (rund 580 Barrel Öläquivalent) möglich.

Das ist aber nur die Spitze des Gasbergs. Noch sind alle Zonen längst nicht erschlossen. In Phase 1 des Testprogramms stehen jetzt weitere Intervalle im oberen Teil an, begleitet von einer tiefer liegenden Schicht im sogenannten Hall Channel. Phase 2 soll dann die unteren Hall-Channel-Schichten abklopfen. Einziger Hemmschuh: Logistische Verzögerungen – eine Sprenggenehmigung für die Perforation ließ auf sich warten – haben den Fahrplan etwas verschoben. Jetzt soll es aber losgehen: Ab der Woche 24. August steht die nächste Runde an, mindestens zwei weitere Sandzonen werden untersucht. Dafür braucht es auch eine Workover-Anlage, die den Zugang zu tieferen Schichten ermöglicht.

Eine 3D-Seismik-Kartierung – zusammen mit vergleichbaren Resultaten von RAG-Bohrungen in der Nähe – lässt auf größere Gasfallen schließen. Besonders spannend: Es könnten mindestens zwei Sandstein-Schichten voll mit Gas sein. Die aktuellen Testergebnisse werden in vier Wochen erwartet. Falls sie die bisherigen Erfahrungswerte bestätigen, könnten die Phase-2-Bohrungen viel zusätzliches Potenzial freilegen. Zur Erinnerung: Die dünnen, aber tiefreichenden Hall-Channel-Sandschichten der Region haben in der Vergangenheit schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt – etwa durch Funde von 25 bis 40 Milliarden Kubikfuß (umgerechnet vier bis sieben Millionen Barrel Öläquivalent).

Zurück zum Anfang: Die Bohrung selbst startete am 16. April und erreichte am 9. Mai eine Endtiefe von 1.685 Metern. Mit acht durchteuften Sandsteinlagen zwischen 1465 und 1617 Meter gibt es hier also noch einiges zu testen. Der Aufwand könnte sich lohnen: Das Gesamtgebiet birgt Ressourcen von circa 8 Milliarden Kubikfuß Erdgas (rund 226 Mio. Kubikmeter); das Maximalpotenzial rangiert bei 17,3 Milliarden Kubikfuß (also fast 500 Mio. Kubikmeter). Nicht schlecht für ein „relativ seichtes“ Prospektgebiet.

ADX Energy ist übrigens kein Newcomer. Das Unternehmen bohrt und fördert nicht nur Erdgas und Erdöl in verschiedenen Teilen Österreichs, sondern setzt auch auf zukunftsweisende Speicherlösungen für grünen Wasserstoff – ein Feld, das künftig sicher noch wichtiger wird. Mit rund 1.100 Quadratkilometern Lizenzgebiet und langjähriger Branchenerfahrung (inklusive leistungsfähiger Partner) sieht ADX-Chef Ian Tchacos die Gesellschaft gut aufgestellt für kommende Energiemärkte.

ADX Energy treibt im oberösterreichischen Frankenmarkt gezielt die Erschließung weiterer Gaslager voran und setzt für den Spätsommer auf zusätzliche Testergebnisse, vor allem aus tieferen Schichten der Hall-Formation. Die bisherigen Ergebnisse belegen reines, wirtschaftlich vielversprechendes Erdgas bei stabilen Fließraten, während das Gebiet insgesamt ein erhebliches Potenzial birgt – mit Ressourcen von bis zu 17,3 Milliarden Kubikfuß. Besonders bemerkenswert: Die Nähe zu erfolgreichen Alt-Bohrungen, das Engagement in Innovationsfeldern wie Wasserstoffspeicherung und die Fähigkeit, trotz logistischer Hürden flexibel zu agieren, setzen ein interessantes Signal an den Energiemarkt und Investoren. Erweiterte Recherche (Stand: 14. Juni 2024): - Laut einem jüngsten Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wird Europas Gasmarkt weiterhin von Unsicherheiten geprägt; neue Gasfunde wie bei ADX Energy könnten mittel- und langfristig zur Stabilisierung der regionalen Energieversorgung beitragen, wobei Fragen zur Nachhaltigkeit und Transformationstechnologien wie grüner Wasserstoff immer wichtiger werden. Quelle: Süddeutsche Zeitung - T3N berichtet aktuell von einer steigenden Nachfrage nach flexiblen Energielösungen und Speichertechnologien: Unternehmen, die – wie ADX Energy – den Wandel Richtung CO2-armer Produktion und innovative Speicherung vorantreiben, könnten sich im kommenden Jahrzehnt strategische Vorteile sichern. Quelle: t3n - Auf "FAZ.net" wurde thematisiert, wie österreichische und europäische Energiefirmen derzeit neue Fördermethoden und digitale Seismik-Analysen nutzen, um Lagerstätten effizienter und schneller zu erschließen. Insbesondere österreichische Felder legen Wert auf lokale Wertschöpfung und technologische Partnerschaften, um die Energieabhängigkeit zu reduzieren und Arbeitsplätze zu sichern. Quelle: FAZ

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