AfD an der Macht? Ökonomen fürchten Milliardenschaden für Deutschland

Wirtschaftsexperten schlagen Alarm: Sollte die AfD auf Landes- oder Bundesebene Regierungsverantwortung übernehmen, drohen Deutschland massive Einbußen – sowohl beim Wohlstand als auch bei den Arbeitsplätzen. Ein Austritt aus EU oder Eurozone könnte das deutsche Exportmodell regelrecht zerlegen.

heute 00:02 Uhr | 2 mal gelesen

Stellen Sie sich mal vor: Die AfD betritt tatsächlich die Bühne der Regierungsverantwortung in Deutschland. Klingt für Viele wie ein Politthriller – doch laut Experten hätte dieses Szenario alles andere als ein Happy End für die deutsche Wirtschaft.

Ökonomen überschlagen sich mit Warnungen

Michael Hüther, der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), spricht offen davon, die AfD-Wirtschaftspolitik sei schlicht unseriös. Große Töne in Sachen Steuern, Renten oder Migration? So Hüther: Ein Feuerwerk an Widersprüchen. Besonders gefährlich sei der von der AfD geforderte Austritt aus dem Euro – das käme einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich. Laut seinen Berechnungen wären bald rund 690 Milliarden Euro futsch und 2,5 Millionen Jobs stünden auf der Kippe – und nein, da ist kein Komma verrutscht!

„Wirtschaftswunderland“ im Rückwärtsgang

Hüther kritisiert ferner, dass die AfD mit fantastischen Rentenversprechen und gleichzeitigen Steuersenkungen auf Stimmenfang geht. Für ihn ist klar: „Die Rechnung geht vorn und hinten nicht auf.“ Erst recht nicht mit demographischem Rückenwind, der eher Gegenwind heißt.

DIW-Präsident Fratzscher sieht Populismus am Werk

Auch Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), findet klare Worte. Die AfD wolle Wohltaten versprechen und Sozialleistungen zusammenstreichen, Zuwanderung eindämmen – alles gleichzeitig. Für Fratzscher kann das nicht funktionieren, schon gar nicht für die, die am lautesten jubeln.

Abschied vom Euro: Wirtschaftliches Harakiri?

Was aber wirklich Kopfzerbrechen bereitet: Ein potentieller „Dexit“, der radikale Abschied Deutschlands aus der EU. Das wäre, so der Tenor, so ziemlich das Unnötigste, was Deutschlands Industrie passieren könnte. Fratzscher nennt das schlicht das „Ende unseres Modells“. Danach würde es auch bei den Arbeitsplätzen ziemlich düster aussehen.

Zuwanderung kontra Fachkraftkrise

Die oft propagierte Anti-Zuwanderungslinie der AfD steht diametral zu Deutschlands Bedarf an Arbeitskräften. Niemand bestreitet: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in Rente, während in vielen Branchen die Nachwuchsfrage drückt. Oder anders: Ohne Zuwanderung läuft absehbar nicht viel bei uns – und auch die Finanzen des Sozialstaats geraten so schneller ins Wanken, als man „Rente mit 70“ sagen kann.

Risiko für Export und den Industriestandort

Deutschland lebt von offenen Grenzen, stabiler Währung und möglichst wenig Schlupflöchern im Binnenmarkt. All das sieht durch AfD-Pläne akut bedroht aus. Wer die Idee eines Dexit sympathisch findet, unterschätzt die enge Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit Europa – inklusive aller Lieferketten und Arbeitsplätze, die wie an unsichtbaren Drähten daran hängen.

Schaden durch AfD-Politik: Was wirklich droht

Führt die AfD tatsächlich Regierungsverantwortung, stehen enorme Verluste im Raum: 690 Milliarden Euro und Millionen Arbeitsplätze könnten binnen fünf Jahren weg sein. Das sagen sowohl IW-Chef Michael Hüther als auch DIW-Präsident Marcel Fratzscher, die vor allem den Austritt aus der EU (Dexit) als Sargnagel für das deutsche Exportmodell sehen.

Widersprüchliche Versprechen und ihr Preis

Experten werfen der AfD vor, widersprüchlich zu argumentieren: Hohe Renten, niedrige Steuern und weniger Zuwanderung lassen sich mit einer alternden Gesellschaft kaum vereinbaren. Ohne qualifizierte Arbeitskräfte ist die Finanzierung des Sozialstaats stark gefährdet.

Aktuelle Presse- und Wirtschaftslage

Aktuelle Medienberichte (Stand Anfang Juni 2024) bestätigen, wie sehr Unternehmen und Märkte angesichts des Erstarkens rechtspopulistischer Parteien in Europa nervös reagieren. Die Investitionsbereitschaft leidet und auch der gesellschaftliche Zusammenhalt wird als gefährdet angesehen. Beispielhaft berichtet die FAZ von dramatischen Folgen für Innovationsbereitschaft und Wohlstand. Die Süddeutsche Zeitung hebt die steigende Polarisierung und Unsicherheit hervor, während Der Spiegel von großer internationaler Besorgnis bei Wirtschaftsexperten berichtet. Die Debatte zeigt: Viele warnen vor Populismus und sehen die Zukunft Deutschlands zwischen Wunschdenken und ökonomischer Realität.

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