Catarina dos Santos-Wintz übernimmt wichtige Rolle in Unionsfraktion

Catarina dos Santos-Wintz (CDU) wird die neue Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Unionsfraktion im Bundestag – und tritt damit in große Fußstapfen.

heute 19:11 Uhr | 1 mal gelesen

Kurze Mails oder Nachrichten, die eine neue Personalie verkünden, haben ja einen eigenen Charme – oder? Laut der 'Rheinischen Post' gab’s genau so eine SMS von Thorsten Frei, dem Vorsitzenden der Unionsfraktion, an seine Kollegen: "Dos Santos-Wintz ist eine ausgezeichnete Kollegin, die mit viel Power ins Amt startet." Klingt fast nach Motivationsrede. Sie habe schon reichlich Erfahrungen als Parlamentarische Geschäftsführerin gesammelt – na klar, ohne die geht wahrscheinlich auch kaum jemand in so einen Job. Dabei sei sie, so die Worte von Frei, ziemlich durchsetzungsfähig und im Netzwerk-Alltag des Bundestags bestens verdrahtet. Nicht zu vergessen: Sie löst Steffen Bilger ab, der jetzt Verkehrsminister ist. Und: Dos Santos-Wintz, 32 Jahre jung, bringt frischen Wind – nicht ganz unerwartet für jemanden, der zwischen Portugal und Aachen pendelt(e). Die Frage bleibt: Wird sie alle Erwartungen erfüllen? Oder überrascht sie am Ende mit eigenen Akzenten im manchmal recht selbstzufriedenen Politikbetrieb?

Catarina dos Santos-Wintz, 1992 in Lissabon geboren und heute in Aachen zu Hause, sorgt mit ihrer Wahl zur Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der Unionsfraktion für einen Generationswechsel im Parlamentsbetrieb. Ihr bisheriger Weg: Schon 2021 in den Bundestag gewählt, bringt sie frischen Wind in die Fraktion, gilt als ambitioniert und standfest, mit Hang zur pragmatischen Lösung. Das Stichwort 'Verkehrsminister' lässt aufhorchen – tatsächlich musste die Union nach dem Wechsel von Steffen Bilger ins Ministeramt eine erfahrene Nachfolge finden. Dos Santos-Wintz gilt als zupackend, jung und ideal vernetzt – eine Mischung, die in den aktuellen politischen Debatten (ungeachtet mancher Skepsis im konservativen Lager) nicht ganz unwesentlich ist. Während Angela Merkel in ihrer Zeit viel für die weibliche Sichtbarkeit in CDU und Bundestag getan hat, ist dos Santos-Wintz als nächste Generation Frau ein weiteres Signal, dass sich die Zeiten – wenn auch langsam – ändern. In aktuellen Medien wird betont, dass sie die Modernisierung der Union vorantreiben und vielleicht sogar der Fraktion einen neuen Stil verpassen könnte, was zwischen Routine, viel Papierkram und Twitter-Debatte ab sofort auf dem Prüfstand steht.

Schlagwort aus diesem Artikel