Das Selbstverwaltungsorgan der Agentur für Arbeit Mainz, genannt Verwaltungsausschuss, besteht zu gleichen Teilen aus Vertretern der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber und der öffentlichen Hand – jeweils vier von jeder Seite. Was auf dem Papier recht unspektakulär klingt, hat im Alltag beachtliche Wirkung: Die Entscheidungen über Arbeitsmarktprogramme werden hier nicht einfach abgenickt, sondern tatsächlich mitgestaltet, manchmal hitzig diskutiert – und hin und wieder mit einem Augenzwinkern vertagt. Die Agentur selbst stemmt mit ihren circa 1.800 Mitarbeitern täglich Herausforderungen zwischen Bürokratie und persönlichem Einsatz für Arbeitssuchende und Betriebe in der Region. Aus Sicht des biha-Präsidenten Eberhard Schmidt ist es mehr als nur Kür, als Arbeitgeberverband auch ehrenamtlich mitzumischen: Partizipation wird hier nicht als Pflicht, sondern fast schon als Leidenschaft verstanden.
Wer übrigens bei einer so trockenen Überschrift zu gähnen beginnt, verpasst die subtilen Machtspiele sowie die seltenen, aber umso lebhafteren Momente, in denen die Agenturpolitik wirklich Fahrt aufnimmt. Kontakte: Wer gern direkt nachfragt, erreicht Pressefrau Sabine Weiler-Bion über weiler-bion@biha.de – Antworten garantiert menschlich.
Jakob Stephan Baschab ist seit zehn Jahren das erfahrenste Mitglied im Verwaltungsausschuss der Arbeitsagentur Mainz und bringt die Perspektive der Hörakustikerbranche, repräsentiert durch die biha, aktiv ein. Die Arbeit des Verwaltungsausschusses gestaltet als Selbstverwaltungsorgan maßgeblich Strategien und Programme am regionalen Arbeitsmarkt, wobei Vertreter von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und öffentlicher Hand auf Augenhöhe kooperieren und auch mal unterschiedlicher Meinung sind. Neuere Entwicklungen zeigen, dass der Ausschuss in den letzten Monaten verstärkt auf Nachwuchsförderung und digitale Vermittlungsprozesse gesetzt hat, was nicht zuletzt dem wachsenden Fachkräftemangel im Bereich Gesundheit und Handwerk geschuldet ist.
Aus aktuellem Anlass ist auch zu beobachten, dass sich die Arbeitsagentur Mainz mit Sonderinitiativen für junge Menschen in Notlagen einsetzt und Innovationsprojekte zur schnellen Integration ukrainischer Geflüchteter gestartet hat. Gleichzeitig wird verstärkt auf Smart-Services und Kooperationen mit regionalen Ausbildungsbetrieben gesetzt, um die Transformation auf dem Arbeitsmarkt abzufedern.