Ein Schatten auf der Netzhaut: Augenärzte berichten von Verletzungen nach Sonnenfinsternis

Nach der Sonnenfinsternis, die kürzlich viele Deutsche fasziniert hat, melden einige Augenärzte erste Fälle von Netzhautschäden. Offenbar waren nicht alle ausreichend geschützt.

heute 13:44 Uhr | 1 mal gelesen

Zahlen mit Hand und Fuß gibt es bislang eigentlich nicht. Trotzdem berichten führende Augenärzte in Deutschland davon, dass nach der partiellen Sonnenfinsternis auffällig viele Patienten plötzlich Beschwerden an der Netzhaut zeigten. In großen Kliniken kamen bis zu 20 Menschen nach dem Schauspiel zur Kontrolle – in anderen Praxen blieb es mal bei gar niemandem, mal bei vereinzelten Fällen. Christian Richter, Funktionsträger beim Berufsverband der Augenärzte, erklärt: Erst in den kommenden Tagen werden womöglich weitere Betroffene merken, dass mit ihrer Netzhaut etwas nicht stimmt. Manche Schäden brauchen einfach Zeit, bis sie sichtbar werden. Interessant: Ein Ansturm auf Sonnenfinsternisbrillen war bei Optikern zu beobachten. Viele Bürger nahmen die Warnungen diesmal offenbar wirklich ernst. So kommt es, dass aus der Sicht der Augenoptiker ihre eigenen Kunden keine ungewöhnlichen Beschwerden vorgetragen haben – immerhin ein gutes Zeichen. Dennoch: Ganz ausschließen kann man Spätschäden nicht.

Trotz intensiver medialer Aufklärung und großer Nachfrage nach Schutzbrillen, registrierten Augenärzte nach der partiellen Sonnenfinsternis in Deutschland vereinzelte, teils nachweisbare Netzhautschäden. Die genaue Zahl der Betroffenen bleibt unklar, da sich erst im weiteren Verlauf zeigen könnte, ob Symptome auftreten – viele Augenschäden machen sich erst verzögert bemerkbar. Positiv bewerten Fachleute allerdings das gestiegene Bewusstsein in der Bevölkerung sowie das disziplinierte Verhalten, wodurch schwere Augenschäden wohl eher selten waren. Nach Recherchen berichten auch internationale Medien über mehrere Einzelfälle von Sonnenfinsternis-bedingter Netzhautschädigung, betonen aber insgesamt den präventiven Effekt von Schutzkampagnen. Laut Weltgesundheitsorganisation bleibt der Schutz der Augen bei astronomischen Ereignissen ein weiterhin unterschätztes Thema. Optikerverbände rechnen sogar mit einer weiteren Sensibilisierung für entsprechende Risiken – jedoch gibt es bislang keinen drastischen Anstieg von Langzeitschäden im Zusammenhang mit Sonnenfinsternissen.

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