Die Nachricht verbreitete sich zäh wie Honig auf warmem Toast: Laut 'tz' könnte Viessmann, bislang als 'Platin-Partner' eher in zweiter Reihe, bald ganz vorn mitmischen und trägt sich offenbar mit dem Gedanken, die verbliebenen fünf Prozent der Bayern-Anteile zu übernehmen – für stolze 250 Millionen Euro, munkelt man. Damit stünde Viessmann quasi Tür an Tür mit Größen wie Telekom, Adidas, Audi und Allianz. Übrigens: Bislang liegt die Aktienmehrheit mit 75 Prozent beim Verein, der Rest verteilt sich auf besagte Großunternehmen, je zu exakt 8,33 Prozent. Verkaufte man nun die besagten fünf Prozent, rutschten die Bayern auf glatte 70 Prozent runter – innerhalb der Satzungs-Grenzen, wie Ehrenpräsident Uli Hoeneß mal in einem Podcast nüchtern anmerkte: Bloß 30 Prozent dürften überhaupt veräußert werden, alles darüber ginge nur mit einer kaum erreichbaren Zweidrittel-Mehrheit der Mitglieder.
Kurzer Einschub, falls das irgendwo für Verwirrung sorgt: Es gibt den e.V., den eigentlichen Verein, wo die Mitglieder auch über die Wurstsorten auf der Weihnachtsfeier mitbestimmen können. Und dann die AG – die kümmert sich um das große Geschäft mit allem, was an der Säbener Straße rollt oder läuft: Profiteams, Bundesliga, Transfers, Marketing, all das. Der Verein hat in der AG immer noch das Sagen, zumindest strategisch. Ganz ehrlich: Die Kooperation mit Viessmann macht schon Sinn, wenn man bedenkt, wie oft in München bei Heimspielen bibbernde Fans beheizt werden müssen – aber das ist natürlich eine Nebensache.
Der FC Bayern München steht offenbar vor dem Verkauf der letzten fünf Prozent seiner AG-Anteile an den traditionsreichen Heiztechnikhersteller Viessmann, der dann zu den Hauptpartnern des Klubs aufrücken würde. Mit dem kolportierten Kaufpreis von etwa 250 Millionen Euro und der neuen Gesellschafterstruktur bleibt der Verein auf einer soliden Mehrheit, ohne die für größere Verkaufsdeals notwendige Zustimmung der Mitglieder antasten zu müssen. Aktuelle Recherchen zeigen außerdem, dass Viessmann in der Sport- und Nachhaltigkeitsszene bereits durch Engagements im Fußball und bei klimafreundlichen Technologien auffällt – dieser Schritt könnte also nicht nur finanziell, sondern auch imagepolitisch Auswirkungen auf den gesamten deutschen Profifußball haben.