JP-Morgan-Spitzenmanager Petno sieht beste Chancen für Aktienmärkte

Doug Petno von JP Morgan prophezeit eine langfristig starke Entwicklung an den Börsen – und lobt Deutschlands Start-up-Szene, nur eben mit kleinen Einschränkungen.

heute 09:05 Uhr | 3 mal gelesen

Doug Petno, seines Zeichens Co-Präsident bei JP Morgan, hält die aktuellen Börsenzeiten für außergewöhnlich vielversprechend. Vielleicht ein wenig pathetisch, vielleicht auch nüchtern-realistisch, spricht er offen von einer Art Goldrausch-Atmosphäre an den internationalen Finanzmärkten. Sein Paradebeispiel: Der SpaceX-Börsengang im Juni – von JP Morgan tatkräftig unterstützt – sei ein Beleg für die schier grenzenlosen Möglichkeiten. Was jegliche Skepsis gegenüber KI-Investments angeht, bleibt Petno entspannt: Schwankungen und Rückschläge, ja, die werde es geben, aber das große Ganz bleibe klar im Plus. Interessant auch: Gerade auf den Hype um Private Credit – immerhin 50 Milliarden Dollar stecken allein bei JP Morgan drin – blickt er gelassen. Und dann macht er noch einen kleinen Ausflug nach Deutschland. München könne in der Start-up-Landschaft bald groß auftrumpfen, meint Petno, sofern Mut und Kapital mitmischen. Nur das übergroße Zögern und die ausgeprägte Angst vorm Scheitern hierzulande – das kritisiert er unüberhörbar. Silicon Valley sei da schon weiter, sagt er, und wer wollte ihm da widersprechen? Kurzum, Potenzial ist da, aber der letzte Kick fehlt oft noch.

Petno, ein hoher JP-Morgan-Vertreter, sieht derzeit ungewöhnlich gute Aussichten an den globalen Aktienmärkten und verweist auf Ereignisse wie den SpaceX-Börsengang als Beweis für das Momentum. Besonders die Investitionen in KI und zugehörige Infrastruktur hält er für langfristig lohnend, trotz unvermeidlicher Schwankungen. Am Standort Deutschland erkennt er starke Gründungsleistungen, sieht aber eine zu große Angstkultur vor Misserfolgen und verweist auf die größere Risikobereitschaft im Silicon Valley – ganz aktuell sehen viele Beobachter übrigens ebenfalls eine Phase massiver Investitionen, die teils als riskant, teils als Chance für den Wirtschaftsstandort diskutiert wird. Ergänzung durch aktuelle Recherchen: Aktuell befindet sich der DAX auf einem stabilen Niveau, und Experten erwarten unter anderem durch mögliche Zinssenkungen in den USA Unterstützung für weitere Kursgewinne. Unternehmensbilanzen, etwa im Technologiesektor, zeigen eine hohe Bereitschaft, in KI und Automatisierung zu investieren, was als Katalysator weiterer Börsenhochs gesehen wird (vgl. t3n). Gleichzeitig beschreibt etwa das Handelsblatt die zunehmende Bedeutung alternativer Finanzierungen, vor allem von Private Credit, ähnlich wie es Petno im Interview erwähnt – wobei auch Risiken wie eine Blasenbildung kontrovers diskutiert werden (vgl. Handelsblatt). Viele Start-ups in Deutschland berichten, trotz Engpässen beim Risikokapital, von ersten Erfolgen und hoffen auf einen Mentalitätswandel bei Investoren und in der Gesellschaft.

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