Neue Förderung für private E-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern beschlossen

Das Verkehrsministerium startet ein groß angelegtes Förderprogramm, um Bewohnern von Mehrparteienhäusern besseren Zugang zu E-Auto-Ladestationen zu verschaffen.

15.04.26 10:34 Uhr | 13 mal gelesen

Ein Hauch von Elektrifizierung zieht durch den deutschen Wohnungsmarkt: Das Bundesverkehrsministerium hat am Mittwoch angekündigt, finanzielle Mittel für den Ausbau privater Ladepunkte in Mehrparteienhäusern bereitzustellen. Konkret geht es darum, den etwa 20 Millionen Wohnungen in solchen Gebäuden – darunter im bundesweiten Durchschnitt immer noch viel zu wenige geeignete Stellplätze mit Ladepunkt – endlich die nötige Infrastruktur für E-Autos zu bieten. Vor allem das Nachrüsten bestehender Parkplätze mit Wallboxen steht im Fokus. Doch nicht nur der Kauf von Ladestationen selbst, sondern auch alle drumherum notwendigen Installationen – von Anschluss an das Stromnetz bis hin zu baulichen Anpassungen – werden unterstützt. Spannend: Wer kann einen Antrag stellen? Sowohl einzelne Eigentümer, kleine Firmen als auch größere Immobiliengesellschaften sind antragsberechtigt, wobei größere Player ein Extra-Auswahlverfahren durchlaufen müssen. Der Fördertopf ist mit bis zu 500 Millionen Euro gefüllt, jede Ladesäule darf maximal 22 kW leisten. Verkehrsminister Patrick Schnieder scheint überzeugt: Mit der Initiative könne Elektromobilität zum Alltag für Millionen Mieter und Eigentümer werden. Ob das wirklich so reibungslos klappt? Zweifel sind erlaubt – denn Praxis und Verwaltung sind bekanntlich selten ein Dreamteam. Trotzdem: Ab sofort sind Anträge möglich. Klingt eigentlich vielversprechend – aber wie schnell so etwas Realität wird, zeigt sich erst in den nächsten Monaten.

Mit dieser neuen Fördermaßnahme des Verkehrsministeriums soll das bestehende Problem mangelnder Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern gelindert werden. Rund 9 Millionen Stellplätze in diesen Wohnanlagen sind laut Ministerium potentiell nachrüstbar, doch viele davon sind bisher nicht für E-Autos gerüstet – ein Umstand, der den Umstieg auf strombetriebene Fahrzeuge bislang auch für viele Stadtbewohner erschwert. Neu ist, dass das Fördervolumen mit 500 Millionen Euro relativ hoch angesetzt wurde und sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen erreicht werden können; laut Branchenportalen wächst der Markt für Heimladepunkte weiterhin konstant. Aus ersten Stimmen der Immobilienbranche geht hervor, dass nun besonders Verwaltungs- und Entscheidungsprozesse in Eigentümergemeinschaften beschleunigt werden müssten. Laut einer aktuellen Analyse von taz.de (Quelle: [taz.de](https://taz.de)) und weiteren Medien hängt die effektive Umsetzung entscheidend von der Kooperation zwischen Kommunen, Energieversorgern und Immobilienverwaltern ab.

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