Die geplante Gesetzesänderung birgt ernste Risiken für die Versorgung von Patientinnen und Patienten sowie die gesamte Pharmaindustrie in Deutschland. Oliver Kirst, Chef des BPI, sieht in dem „dynamisierten Herstellerabschlag“ vor allem keine verlässliche Basis mehr für Investitionen; Planungssicherheit gehe darüber faktisch verloren. Im Klartext: Investoren verlassen sich weniger auf den deutschen Standort – das erhöht für Unternehmen das Risiko und könnte zu Deindustrialisierung führen. Dass die Regierung gewissermaßen eine Therapie verschreibt, die nicht zur tatsächlichen Diagnose passt, bleibt Kirsts zentrale Kritik. In Krisenzeiten verliert Deutschland nicht nur Investitionen, sondern auch Know-how und qualifizierte Beschäftigte. Der Koalitionsvertrag bezeichnet die Branche als Leitindustrie, doch die Wirklichkeit sieht für Kirst düsterer aus – die Bedingungen verschlechtern sich weiter. Besonders alarmierend: Die Versorgung der Bevölkerung ist schon heute mit Unsicherheiten behaftet und das Gesundheitssystem ist weder für den Alltag noch für Krisen stabil genug aufgestellt. Wesentliche Punkte einer zukunftsfähigen Reform listet der BPI auf: Prävention, Innovation, Digitalisierung und eine solide Finanzierung – das ist ihr Weg zu „Guter Gesundheit 2030“. Wer alles nachlesen möchte: Pressetexte, Jubiläumsausgaben und die genaue Rede stehen bereit. Wer Lust hat, kann sich auf der Website tiefer einlesen. (Kontakt: Hermann Hofmann, BPI, presse@bpi.de)
Im Kern fordert der BPI einen echten Neustart für das deutsche Gesundheitswesen, anstatt nur mit kurzfristigen Einsparungen zu reagieren. Aktuelle Diskussionen aus Medien wie taz, Spiegel oder FAZ zeigen: Die Kritik an den politisch beschlossenen Einsparmaßnahmen ist kein Einzelfall – Branchenexperten und Patientenschutzverbände äußern zunehmend Sorgen, dass nicht nur Arzneimittel knapp werden, sondern die Innovationskraft der gesamten Gesundheitsbranche darunter leiden könnte. Gesundheitsreform, so scheint es, ist keine Schönwetter-Thematik mehr, sondern ein handfester Standortfaktor für den Industriestandort Deutschland, der unter den aktuellen Rahmenbedingungen ins Hintertreffen gerät.