Quer durch Trumps Amerika: Awounou und Zamperoni auf sportlicher Spurensuche

Köln – In einer neuen ARD-Reportage begeben sich Philipp Awounou und Ingo Zamperoni auf eine außergewöhnliche Reise durch die Vereinigten Staaten – und finden ein Land voller Widersprüche. Ausgerechnet der Sport, oft als letztes unpolitisches Refugium gepriesen, wird in diesem Amerika zur Bühne gesellschaftlicher und politischer Spannungen, wie Donald Trump sie geprägt hat. Die Doku „Spielfeld der Macht“ steht ab dem 4. Juni in der ARD Mediathek bereit, im TV läuft sie am 8. Juni um 20:15 Uhr im Ersten.

heute 13:22 Uhr | 2 mal gelesen

Sport verbindet – klingt nach einem abgedroschenen Spruch, aber irgendwo stimmt er ja. So sieht das auch Philipp Awounou: Für ihn bleibt der Sport auch in stürmischen politischen Zeiten ein Ort, an dem Menschen nebeneinander jubeln können, ganz egal, für welches Trikot ihr Gegenüber klatscht. Ingo Zamperoni dagegen spürt im Gespräch mit Fußballfans eine leise Unsicherheit – kann die Fußball-WM in den USA wirklich ein Fest für alle werden, in einem Land, das von Misstrauen durchzogen scheint? Die beiden Doku-Hosts bringen kontrastierende Perspektiven ein: Awounou, der in den Staaten aufgewachsen ist, Zamperoni, zwischen Europa und Amerika pendelnd. Unterwegs treffen sie Menschen wie Jürgen Klinsmann, der jede Politisierung des Sports für einen Irrweg hält – ganz klar: Kicken, nicht diskutieren. Konträr blicken andere Gesprächspartner, wie der ehemalige Football-Trainer Greg Blache, deutlich düsterer auf die politische Instrumentalisierung des Sports und die spürbare Kälte im gesellschaftlichen Klima. Die Mischung aus ungewöhnlichen Begegnungen – vom Soziologen, über den MMA-Kämpfer bis zur Social-Media-Influencerin – lässt erahnen, wie eng Sport und Politik verwoben sind. Am Ende bleibt trotz aller Spannungen der zarte Funke Hoffnung, dass der Sport vielleicht doch noch Brücken baut.

Die ARD-Dokumentation „Spielfeld der Macht“ begleitet Philipp Awounou und Ingo Zamperoni auf einem Roadtrip durch die Vereinigten Staaten, wo sie die politische Spaltung des Landes, die Rolle des Sports als gesellschaftlicher Kitt und Trumps Einfluss auf die Politisierung von Sport untersuchen. Gespräche mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten – von berühmten Sportlern bis zu Alltagsmenschen – zeichnen ein facettenreiches Bild davon, wie die Fußball-WM 2026 möglicherweise nicht nur ein Turnier, sondern auch ein Spiegel amerikanischer Identität wird. Neuere Medienberichte heben hervor, dass der aktuelle Wahlkampf und internationale Konflikte (z.B. mit Mexiko oder dem Iran) bereits jetzt die Atmosphäre rund um Sportereignisse beeinflussen; zudem stehen in den USA kommende Sportgroßevents wie die FIFA-WM und die Olympischen Spiele unter besonderer politischer Beobachtung.

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