CleanLoop: Österreichischer National-Torwart Alexander Schlager bringt nachhaltiges Geräte-Start-up nach Deutschland

Salzburg – Nachhaltigkeit im Doppelpass: Ausrangierte Gastrogeräte und Putzmaschinen bekommen bei CleanLoop eine zweite Chance. Nach dem Erfolg in Österreich will das Start-up jetzt auch in Deutschland das Spielfeld erobern.

heute 13:00 Uhr | 3 mal gelesen

Fußballprofis und Umweltschutz? Zugegeben: Diese Kombination begegnet einem nicht alle Tage. Doch Alexander Schlager, Österreichs Nationalmannschafts-Goalie, geht seit Kurzem neue Wege außerhalb seiner Torlinie. Während auf dem Rasen jede Ressource zählt – sei es Kraft, Zeit oder Konzentration –, will er dasselbe Bewusstsein jetzt in die Wirtschaft tragen. Sein Investment in das Start-up CleanLoop scheint genau das umzusetzen: Über eine smarte App werden Unternehmen zusammengebracht, um gebrauchte Gastro- oder Reinigungsgeräte und sogar Reinigungsmittel weiterzugeben, anstatt sie verstauben zu lassen. Eigentlich liegen ja in unzähligen Firmenkellern Geräte herum, weil sich Bestellungen oder die Anforderungen ständig ändern. Verkaufen? Daran denken die wenigsten. CleanLoop, gegründet von Roman Hörantner, setzt genau da an: eine Art digitaler Second-Hand-Markt für betriebliches Equipment, allerdings nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes. Für Unternehmen springt auch bares Geld heraus – denn vielerlei Maschinen oder Mittel lassen sich zum halben Preis (oder günstiger) weitergeben, anstatt sie teuer einzulagern oder zu entsorgen. Neben der Ökobilanz also ein echter Kostensparer. Schlager bringt es knapp auf den Punkt: Im Spitzensport reicht es nicht, einfach nur härter zu arbeiten – das kluge Einsetzen der vorhandenen Mittel macht oft den Unterschied. Genau diese Logik soll auch im Unternehmensalltag ankommen. Was mich an dem Modell fasziniert: Hier wird tatsächlich mal Nachhaltigkeit in den Alltag übersetzt – ohne moralischen Zeigefinger, sondern direkt im Geschäftsprozess. Ein bisschen fühlt es sich an wie Flohmarkt, nur digital, professionell und ohne Muff. Ehrlich gesagt, die Geschäftsidee ist recht simpel – aber gerade darin liegt ihre Kraft. Vielleicht ja auch ein Vorbild für andere Branchen, nicht nur Gastronomie und Reinigung.

CleanLoop versteht sich als digitale Plattform für den Austausch und den Weiterverkauf von gebrauchten Geräten und Reinigungsmitteln – eine Art moderner Marktplatz für Überbestände aus Unternehmen. Während umweltbezogene Auflagen und der Wunsch nach Kosteneinsparungen in Firmen an Bedeutung gewinnen, setzt CleanLoop einen einfachen, aber effektiven Hebel: Wiederverwenden statt verschwenden. Mit prominenter Unterstützung wie der von Alexander Schlager erhält das Start-up zusätzliches Gewicht und Reichweite. Neuere Berichte zeigen, dass der Trend zur Kreislaufwirtschaft weiterhin zunimmt; deutsche KMUs sind beispielsweise zunehmend offen für digitale Re-Use-Plattformen, da sie sich so nachhaltiger aufstellen können, ohne hohe Anfangsinvestitionen zu tätigen. Auch CleanLoop will dieses Momentum für sich nutzen und hebt sich damit von klassischen Entsorgungsangeboten ab, da hier die Nutzung verlängert und der Wert erhalten bleibt. Experten betonen zudem, dass durch solche Modelle nicht nur Abfall vermieden, sondern auch Lieferengpässe abgefedert werden können – ein Aspekt, der angesichts gestörter globaler Lieferketten zunehmend wichtig wird.

Schlagwort aus diesem Artikel