Die Grand-Mère Stiftung bietet ein vielschichtiges Schulprogramm, das unter anderem Demokratie und Selbstwirksamkeit auf kreative Weise behandelt. Zentraler Auftakt jedes Programms ist ein Theaterbesuch bei Alfons, gefolgt von intensiven Schulworkshops mit dem Künstler selbst. Zeitgleich verfolgt #UseTheNews deutschlandweit einen aufklärerischen Ansatz und veranstaltet sogenannte Newscamps. Hier lernen Schüler nicht nur den Umgang mit Nachrichten, sondern erhalten auch Werkzeuge, um Desinformation souverän zu begegnen. Im Rahmen der neuen Zusammenarbeit werden ausgewählte Programme beider Organisationen so kombiniert, dass sie sich sinnvoll ergänzen und potenzieren.
Peterfalvi bringt es treffend auf den Punkt: 'In Gesprächen mit Jugendlichen spüre ich ihr Bedürfnis nach Orientierung in der Infoflut – und auch die Unsicherheit. Wir brauchen diese Fähigkeiten dringend, wenn wir eine lebendige Demokratie wollen.'
Erste Projekte: Von Hamburg bis Tuttlingen
Beim Matthias-Claudius-Gymnasium in Hamburg startete das gemeinsame Angebot im April mit einer Verbindung aus Kultur- und News-Workshop: Die Schüler erhielten ein Selbstverteidigungstraining gegen Desinformation, anschaulich und alltagsnah. In Tuttlingen brachte ein Demokratie-Workshop von Alfons die Schule auf die Idee, gemeinsam mit dem SWR (einem #UseTheNews-Partner), ein Rechercheprojekt anzugehen. Weitere gemeinsame Aktionen – ob Einzelveranstaltungen oder Langzeitformate – sind geplant.
'Alfons vermittelt Jugendlichen wichtige Impulse zu Demokratie und Toleranz. Wir als #UseTheNews knüpfen daran an und bieten ergänzende Möglichkeiten, um Nachrichten kritisch zu verstehen', so Vanessa Bitter, zuständig für den operativen Bereich bei #UseTheNews.
#UseTheNews kurz erklärt:
Als unabhängige Organisation untersucht und fördert #UseTheNews das Verständnis von Nachrichten in jungen Zielgruppen und entwickelt innovative Lernformate – von News-Workshops bis zu Mitmachprojekten. Ziel: Kindern und Jugendlichen bundesweit dabei helfen, verlässliche Informationen einzuordnen und eine eigene, auf Fakten basierende Meinung zu entwickeln. Initiiert wurde das ganze 2020 von der dpa, gemeinsam mit Kulturbehörden und Forschungspartnern. #UseTheNews arbeitet länderübergreifend mit Organisationen in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und den USA.
Grand-Mère Stiftung: Was steckt dahinter?
Getragen vom Engagement Emmanuel Peterfalvis, erinnert der Name der Stiftung an die Großmutter des Kabarettisten. Sie überlebte Auschwitz und machte sich unermüdlich stark für Versöhnung und Menschlichkeit. Die Stiftung will genau dieses Vermächtnis bewahren, indem sie Zusammenhalt und Zivilgesellschaft gezielt fördert. Hauptaugenmerk: praxisnahe Bildungsprojekte an Schulen, um demokratische Werte zu verankern und junge Menschen stark zu machen.
Kontaktmöglichkeiten für Presseanfragen stehen bereit.
Die neu gestartete Partnerschaft zwischen der Grand-Mère Stiftung und #UseTheNews setzt ein ambitioniertes Zeichen für Demokratiebildung an Schulen. Ziel ist es, Jugendliche nicht nur für Demokratie und Toleranz, sondern auch für einen verantwortungsvollen Informationsumgang zu sensibilisieren – und das möglichst praxisnah, zum Beispiel durch Theaterbesuche, Workshops oder Newscamps. Recherchen auf aktuellen Nachrichtenseiten verdeutlichen, wie angesichts der Zunahme von Desinformationskampagnen und gesellschaftlicher Spaltung die Stärkung medienpädagogischer Angebote verstärkt in den Fokus rückt: Die Förderung von kritischem Denken sowie gezielte Bildungsprojekte bilden das Herzstück der neuen Kooperation und werden bundesweit ausgerollt. Aktuelle Meldungen der letzten Tage unterstreichen die Dringlichkeit solcher Initiativen, da Jugendliche laut aktuellen Umfragen oft Schwierigkeiten haben, zwischen Fakten und Fake News zu unterscheiden. Zudem wird zunehmend diskutiert, wie Schulen noch stärker institutionell gefördert werden können, um Medienkompetenz flächendeckend in den Unterricht zu integrieren – Stichwörter dabei sind Digitalisierung, Lehrerfortbildung und internationale Vernetzung. Noch bleibt abzuwarten, wie das Modellprojekt im Schulalltag angenommen wird; die Rückmeldungen aus den ersten Pilotschulen stimmen jedoch optimistisch.