Das anhaltende Niedrigwasser im Rhein führt dazu, dass zentrale Sektoren wie die Chemieindustrie in ihrem Betrieb empfindlich eingeschränkt werden. Insbesondere südlich des Engpasses bei Kaub drohen Unternehmen wie Covestro mit erheblichen Produktionskürzungen – der Transport von Rohstoffen über den Rhein ist massiv beeinträchtigt und kann durch alternative Verkehrswege nicht adäquat ersetzt werden. Bereits jetzt zeigt sich, dass die Logistik an ihre Grenzen stößt, da weder Schiene noch Straße ausreichend Kapazität bieten, um für das niedrigwasserbedingte Schiffsaufkommen zu kompensieren. Ergänzend sei erwähnt – laut aktuellen Medienrecherchen – dass die wirtschaftlichen Folgen immer stärker auftreten: Die Deutsche Welle berichtet von weiter steigenden Energie- und Produktionskosten in mehreren Industriezweigen; die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, wie Unternehmen strategische Reserven anlegen und in Überseehäfen nach Zwischenlösungen suchen; und laut FAZ werden politische Forderungen nach einem Ausbau alternativer Transportwege und beschleunigten Infrastrukturmaßnahmen immer lauter. Dazu kommt, dass mittlere und kleinere Unternehmen viel weniger Spielraum für logistische Ausweichmanöver besitzen und daher teils sehr kurzfristig auf Kurzarbeit oder Produktionsstopp setzen müssen.