Siegmund: Ministerteam fast komplett – AfD-Personal aus dem eigenen Kreis

Ulrich Siegmund, der Spitzenmann der AfD in Sachsen-Anhalt, plant bei einem möglichen Wahlsieg fast ausschließlich mit politischen Weggefährten aus dem eigenen Landesverband im Kabinett. Gegenüber dem 'Spiegel' signalisierte er eine klare Präferenz für alte Bekannte.

heute 11:59 Uhr | 1 mal gelesen

Nicht lange gefackelt: Ulrich Siegmund sieht sein Ministerteam für die AfD-Regierung quasi schon parat, sollten die Wählerinnen und Wähler ihm im September den Zuschlag geben. 'Zu 95 Prozent steht das Kabinett,' sagt er – Namen? Fehlanzeige. 'Das würde den Kern der Debatte unnötig verschieben', so seine Argumentation, nach der bisherige Medienaufmerksamkeit eher vermeidenswert sei. Es klingt fast wie bei einer verschworenen Truppe: Vertrauen ist alles, gerade angesichts des zu erwartenden Gegenwindes. Wenig überraschend also, dass er das Führungspersonal fast vollständig aus dem eigenen Landesverband holen will. Ein Klüngel, der schon seit Jahren miteinander arbeitet – vielleicht ein Vorteil, vielleicht auch ein Risiko. Am 6. September entscheidet sich in Sachsen-Anhalt, ob diese Strategie aufgeht; die Umfragen zeigen die AfD mit rund 40 Prozent solide vorne. Neben diesem Wahlgang sind die Abstimmungen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zwei Wochen später der Auftakt zu einem besonders angespannten politischen Herbst.

Ulrich Siegmund setzt als AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt konsequent auf Eigengewächse aus dem Landesverband für sein angedachtes Kabinett und rechtfertigt das mit notwendigem Vertrauen unter massiver politischer Beobachtung. Die Partei kann laut aktuellen Umfragen mit einem deutlichen Vorsprung rechnen und hat für die Landtagswahl am 6. September alle Karten in der Hand, das politische Kräfteverhältnis im Osten Deutschlands zu verschieben. Der Schritt, Minister noch nicht zu benennen, scheint eine taktische Maßnahme gegen öffentliche Kontroversen zu sein. Weitere Recherche zeigt: In der jüngsten Berichterstattung verschiedener Medien werden die demokratischen und juristischen Implikationen eines möglichen Wahlsieges der AfD breit diskutiert. Insbesondere wird auf die Sorge eingegangen, ob und wie andere Parteien auf einen solchen Umbruch reagieren könnten, sowie auf die innerparteilichen Dynamiken der AfD in Ostdeutschland. Es gibt eine wachsende öffentliche Debatte um mögliche Koalitionen nach den Wahlen und um die langfristigen Auswirkungen auf das politische Klima, insbesondere angesichts eines Erstarkens der AfD in weiteren ostdeutschen Bundesländern.

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