Untersuchungen gegen Eltern nach Tod eines Kindes in Preetz

Im tragischen Fall des verstorbenen Mädchens aus Preetz laufen Ermittlungen gegen die Eltern – die Behörden prüfen, ob fahrlässiges Verhalten beim Tod der Dreijährigen eine Rolle gespielt haben könnte. Die Kieler Staatsanwaltschaft und Polizei äußerten sich dazu am Mittwoch.

heute 16:36 Uhr | 1 mal gelesen

Es steht ein Anfangsverdacht im Raum: Nach dem Tod eines dreijährigen Kindes aus Preetz, vermutlich durch Ertrinken, prüfen die Ermittler gründlich, ob elterliche Aufsichts- oder Sorgfaltspflichten verletzt wurden. Die Staatsanwaltschaft Kiel hatte beim zuständigen Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung in der Wakendorfer Straße erwirkt – diese Maßnahme wird seit Mittag von der Polizei umgesetzt. Ziel ist es, eventuelle Spuren, Beweise oder relevante Hinweise zu sichern sowie die Fundstelle weiter zu dokumentieren. Über Einzelheiten schweigen die Behörden bislang; weitere Details werden aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen zurückgehalten. Manchmal ist Stille eben auch eine Form der Verantwortung.

Die Ermittlungen gegen die Eltern des verstorbenen Mädchens aus Preetz nehmen Fahrt auf: Es steht Raum im Verdacht, dass fahrlässige Vernachlässigung beim Ertrinken des Kindes im Spiel war. Die Polizei Kiel sicherte nach gerichtlicher Anordnung die Wohnung nach möglichen Spuren, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Laut mehreren aktuellen Medienberichten sind bisher noch keine weiteren Einzelheiten zu den Hintergründen veröffentlicht worden. Während die Aufklärung fortgesetzt wird, steht der schmerzhafte Schicksalsschlag für die Familie ebenso wie die schwierigen Fragen nach Verantwortung im Mittelpunkt. Ergänzende Recherchen zeigen, dass solche Ermittlungen in ähnlich gelagerten Fällen meist länger andauern und intensiv begleitet werden – auch um die Rechtsstaatlichkeit zu wahren. Außerdem wurde in den letzten Stunden über ähnliche Zwischenfälle und den gesellschaftlichen Umgang mit elterlicher Sorgfalt bei tragischen Unglücken diskutiert.

Schlagwort aus diesem Artikel