Volksbühne Berlin setzt Schwimm-Event für Schwarze Kinder aus Sicherheitsgründen aus

Die Berliner Volksbühne hat am Freitag eine geplante Schwimmveranstaltung, die sich explizit an schwarze Kinder und Jugendliche richtete, auf Eis gelegt. Ursprünglich sollte das temporäre Becken vor dem Theater von 12 bis 18 Uhr ausschließlich für sie geöffnet sein – abends wären dann alle eingeladen gewesen. Nun aber bleibt das Wasser an diesem Tag für alle still.

14.08.26 15:54 Uhr | 1 mal gelesen

Statt planschender Kinder gähnende Leere. Schweren Herzens sagten die Organisatoren kurzfristig ab: Rechte sowie rassistische Hetze gegen die jungen Besucher habe ein zu großes Risiko geschaffen. Die Sicherheit der Teilnehmenden und der Mitarbeitenden dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden, so die Begründung. Besonders die sichere An- und Abreise war laut Veranstaltenden nicht mehr gewährleistet. Matthias Lilienthal, der Intendant, bekräftigte allerdings weiterhin, Angebote für „strukturell benachteiligte Menschen“ schaffen zu wollen und erklärte seine Solidarität mit allen, die unter rassistischer oder rechter Diskriminierung leiden müssen. Das Projekt „Volksbad“ – eigentlich als niedrigschwellige Kunstaktion seit Anfang August gedacht, um der Berliner Hitze etwas entgegenzusetzen – ist nun selbst zum Symbol geworden: Für eine Debatte, die längst über Schwimmbadreihen hinausreicht. Die Reaktionen? Reichlich – von ehrlicher Besorgnis bis zu lautstarker Kritik, in der manche alles für einen Mediencoup halten.

Die Volksbühne hat ein explizit zur Stärkung schwarzer Kinder und Jugendlicher geplantes Schwimm-Event nach massiven Drohungen abgesagt. Die Diskussion um das Event zeigt, wie groß die gesellschaftlichen Spannungen rund um Themen wie Rassismus und Exklusion nach wie vor sind. Verschiedene Medien, darunter die 'taz' und die 'Süddeutsche', berichten von einer Welle an Solidaritätsbekundungen, aber auch von Debatten, ob kulturelle Angebote nach Hautfarbe getrennt sein sollten; die Maßnahme gilt manchen als notwendige Schutzmaßnahme, anderen als Ausgrenzung.

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