Keine nennenswerte Bewegung auf dem Wahlbarometer: Laut der wöchentlichen Forsa-Befragung für RTL und ntv verharrt die AfD bei 28 Prozent – sieben Zähler vor der CDU/CSU, die gerade so auf 21 Prozent kommt. Grüne (16 Prozent) und SPD (zwölf Prozent), Letztere gemeinsam mit der Linken, bilden das vordere Mittelfeld, während die FDP abermals nur mager mit vier Prozent hinterherschleicht. Interessant, oder vielleicht eher besorgniserregend: Die Zahl der Unentschlossenen oder Nichtwähler bleibt mit 29 Prozent fast doppelt so hoch wie bei der zurückliegenden Bundestagswahl.
Wenn es um politische Problemlösungskompetenz geht, sieht es überall eher mau aus. Lediglich 13 Prozent der Menschen trauen der AfD noch die Fähigkeit zu, irgendwas besser zu machen; CDU/CSU folgt mit zwölf Prozent. Die Grünen können sich minimal verbessern auf sieben Prozent. Jeweils fünf Prozent glauben, dass SPD oder Linke die Lage irgendwie richten könnten – wobei Letztere ein bisschen an Boden verliert. Erschreckend: Über die Hälfte (ganz genau 56 Prozent) traut gar keiner Partei zu, irgendetwas sinnvoll zu verändern.
Der Bundeskanzler – von Friedrich Merz ist die Rede – bleibt hingegen im Tiefkühlfach der Sympathiewerte: Gerade mal 13 Prozent der Bürger sind mit seiner Arbeit zufrieden – der Rest, 85 Prozent, winkt ab. Selbst die eigene Wählerschaft reibt sich mehr an seinem Kurs: 56 Prozent der CDU/CSU-Anhänger äußern Unmut oder offene Kritik.
Die AfD bleibt laut Forsa weiterhin auf hohem Umfrageniveau und vergrößert ihren Vorsprung gegenüber der Union. Gleichzeitig wächst die Politikverdrossenheit: Ein beachtlicher Anteil der Befragten traut keiner Partei zu, die aktuellen Herausforderungen zu meistern, und die Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit – insbesondere mit Friedrich Merz – ist parteiübergreifend hoch. Neue Einordnungen aus Medienberichten geben zu bedenken, dass diese Entwicklung tiefgreifende gesellschaftliche Unsicherheit und Vertrauensverluste widerspiegelt, wobei politische Alternativen immer weniger Zuspruch finden und sich ein gefährliches Demokratiedefizit abzeichnet. Hinzu kommt, dass im öffentlichen Diskurs zunehmend über Protestwähler und die Rolle der Medien bei der Polarisierung debattiert wird. Auch Krisenthemen wie Migration, Wirtschaftsflaute und globale Unsicherheiten treiben die Unentschlossenheit vieler Bürger an – ein Trend, der Umfragen zufolge in ganz Europa zu beobachten ist.