Nun ist es bestätigt: Niclas Füllkrug, mittlerweile 33 Jahre jung, wird in der kommenden Saison wieder das Trikot der Bremer tragen – zumindest für ein Jahr auf Leihbasis. Diese Nachricht streift durch Bremen wie eine warme Brise nach einem müden Winterspieltag. Peter Niemeyer, seines Zeichens Chef für das grobe wie feine im Profifußball bei Werder, findet klare Worte: Füllkrug sei zwar zuletzt etwas vom Kurs abgekommen, aber „für den Verein eine Soforthilfe mit echtem Werder-Herz.“ Hier schwingen Hoffnung und Realismus mit, eben wie bei langjährigen Fans auf der Gegengerade, die wissen, dass ein Comeback keine Garantie, aber eine Chance ist.
Füllkrug ist kein Unbekannter am Osterdeich. Trainer Daniel Thioune klingt fast erleichtert, wenn er davon spricht, wie reibungslos sich der Rückkehrer wohl einfügt – als typischer Mittelstürmer, kopfballstark, robust und technisch spürbar gereift. Und außerdem – das wird oft unterschätzt – kennt Füllkrug noch viele Teamkollegen sowie diverse Physiotherapeuten und Platzwarte mit Vornamen.
Der Stürmer bringt reichlich Bundesliga-Luft mit: Nach seinem Durchbruch in Bremen war er in Fürth, Nürnberg und Hannover aktiv, ehe es ihn 2019 erneut zu Werder zog, von wo er irgendwann – nicht ohne Drama – an Dortmund und dann an die Themse weitergereicht wurde. Kurz darauf noch ein italienisches Intermezzo beim AC Mailand (auf Leihbasis, versteht sich). Füllkrug, Nationalspieler mit ordentlich Treffern in 24 Länderspielen, hat insgesamt satte 157 Bundesliga-Einsätze (56 Tore) auf dem Buckel. In Liga zwei netzte er 47-mal in 135 Partien. Eine Reise mit Umwegen, die jetzt erneut am Weserufer andockt.
Niclas Füllkrug, ein Urgestein mit bewegter Karriere, kehrt per Leihe von West Ham United zurück zu Werder Bremen, wo er als Soforthilfe für die Offensive eingeplant ist. Werder sieht in ihm trotz seiner wechselhaften jüngeren Vergangenheit einen erfahrenen Führungsspieler, der aufgrund alter Bindungen kaum Eingewöhnungszeit braucht. Interessant ist, dass das Comeback sowohl als sportliche Hoffnung wie auch als emotionales Signal an die Fans gewertet wird.
Füllkrugs Rückkehr sorgt auch medial für vielfältige Reaktionen: Laut der SZ gibt es Überlegungen, mit dem „alten“ Werder-Spirit neue Impulse zu setzen, während in englischen Medien gemunkelt wird, Füllkrug habe nie wirklich bei West Ham Fuß gefasst (englische Seite, keine Quelle). Zudem wird sein Einfluss auf das junge Team mit Spannung erwartet. Seine Führung als Routiniertem könnte vor allem in schweren Phasen im Abstiegskampf enormen Wert bekommen.