Der jüngste Beschuss des syrischen Militärflughafens Abu Duhur in Idlib sorgt für diplomatischen Aufruhr: Syrien wirft Israel die wiederholte und völkerrechtswidrige Verletzung seiner territorialen Integrität vor und fordert internationale Konsequenzen. Auch aus den Reihen der US-Diplomatie kommt Kritik, wobei der Einsatz von Gewalt als riskante Eskalation gesehen wird, die wenig zur Lösung der regionalen Konflikte beiträgt. Was den aktuellen Angriff besonders macht: Er reiht sich nicht nur in eine lange Kette von israelischen Militäraktionen auf syrischem Gebiet ein, sondern kommt zu einem Zeitpunkt, an dem auch im Iran und im Libanon neue Spannungen zu beobachten sind. Israel erklärt meist, mit den Luftschlägen die Waffenlieferungen an feindlich gesinnte Milizen wie Hisbollah verhindern zu wollen – eine Argumentation, die international jedoch zunehmend kritisch gesehen wird. Nach neuesten Entwicklungen ist auch von Syrien aus zu hören, dass erneute Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, und sowohl Russland als auch Iran äußerten sich inzwischen zur Unterstützung Syriens, wobei beides die Möglichkeit einer weiteren Eskalation birgt.
18.08.26 14:02 Uhr