Bayern brilliert zum Champions-League-Auftakt – Leipzig stolpert gegen Como

Der FC Bayern startet mit einem fünfmaligen Netzknallen gegen Bodö/Glimt in die neue Champions-League-Saison. Während die Münchner feiern, erlebt RB Leipzig bei Como 1907 ein echtes Debakel mit 1:4. Die ersten Spiele setzen direkt Duftmarken für die Ansprüche deutscher Klubs im europäischen Wettbewerb.

10.09.26 23:23 Uhr | 2 mal gelesen

Bayern München beginnt die neue Ligaphase der Champions League mit einem klaren Statement: 5:0 gegen Bodö/Glimt. Leipzig hingegen kassiert auswärts bei Como 1907 eine schallende Ohrfeige und verliert mit 1:4. Schon jetzt scheint klar: Zwei deutsche Vereine, zwei grundverschiedene Ausrufezeichen zum Start dieser Königsklassensaison.

Bayern: Geduld, Druck, Gala nach der Pause

Die ersten Minuten: Viel Bayern, wenig Durchkommen, wie in so manchem Alltagsstau. Immerhin: Kimmichs Distanzschuss klatscht an den Pfosten. Kurz vor dem Pausentee dann noch Verwirrung, weil Bodös Keeper Haikin verletzt das Feld räumt – ein unplanmäßiger Umbau im norwegischen Strafraum also.

Kaum sind die Teams wieder auf dem Rasen, schlägt Musiala zu. Kane bereitet vor, Olise serviert später zur Kopfball-Einladung nach und Davies besiegelt mit dem dritten Tor den Stimmungsumschwung. Trainerstab und Fans reiben sich verwundert die Augen: Plötzlich platzt der Knoten, als hätte jemand aus Versehen das Gummiband gelockert.

Olise: Später Glanz für die Bayern

Mit zwei Treffern legt Olise in den letzten Minuten den Deckel drauf – ein Doppelpack, wie ihn sich jeder Offensivspieler erträumt. Besonders der erste: Ein scharfes Zusammenspiel, links oben schlägt's ein wie aus dem Lehrbuch. Bayern darf sich also einen erfolgreichen Auftakt auf die Fahnen schreiben – und wer ehrlich ist: So rund läuft's selten von Anfang an in Europa.

Como schreibt Geschichte, Leipzig erlebt Desaster

Derweil wird die Partie Como gegen Leipzig schon nach einer Viertelstunde aus Leipziger Sicht zur Stolperfalle. Baturina schiebt für Como ein, Douvikas macht noch vor der Pause das zweite, Leipzig sieht dabei nicht gut aus. Nach dem Seitenwechsel netzt Diao zum 3:0, und auch Maksimovic' Ehrentor reicht Leipzig nicht als Lebenszeichen.

Leipzig: Zwischen Hoffnungsschimmer und Abwehrchaos

Vier Gegentore gegen einen Champions-League-Neuling – das hatte sich RB anders vorgestellt, da helfen keine Ausreden. Perrones 4:1 kurz vor Schluss besiegelt das Auftaktfiasko. Nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Unsicherheit in der Defensive dürfte Trainer und Mannschaft Kopfzerbrechen bereiten.

Richtungsweisender Auftakt für die Bundesliga-Clubs

Bayerns Kantersieg zeigt einmal mehr: Auch mit Geduld lässt sich ein Abwehrriegel knacken, und einmal befreit, spielt das Team wie aus einem Guss. Leipzig hingegen steht nach nur einer Partie erheblich unter Zugzwang – die neue Ligaphase ist unbarmherzig, Fehler verzeiht der Spielplan kaum noch. Die Breite in Europas Spitze wächst, die deutschen Clubs müssen sich auf neue Unbekannte einstellen – und der erste Spieltag erinnert, wie schnell der Wind in der Champions League drehen kann.

Bayern München gelang ein makelloser Start in die neu strukturierte Champions-League-Ligaphase mit einem klaren Sieg gegen Bodö/Glimt, wobei besonders die zweite Halbzeit eine wahre Offensivgala offenbarte. RB Leipzig startete dagegen historisch schlecht und verlor beim italienischen Debütanten Como 1907 mit 1:4, was sowohl für das Selbstbewusstsein als auch für die Chancen auf ein Weiterkommen ein erheblicher Dämpfer ist. Während Bayern zeigt, dass Geduld gegen tiefstehende Gegner belohnt wird, muss Leipzig dringend reagieren, gerade weil der neue Modus weniger Ausrutscher verzeiht und die Konkurrenz auf allen Ebenen härter geworden ist.

Recherchen aktueller Beiträge ergänzen das Bild: Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, wie der FC Bayern nach einer schweren Anfangsphase dank flexibler Offensive und starker Individualleistungen die Kontrolle ergriff und damit unterstrich, dass man die neue Champions-League-Struktur schnell als Chance annimmt. Bei der FAZ wird betont, dass Leipzigs Niederlage nicht nur ein sportlicher Ausrutscher, sondern angesichts der Erwartungshaltung und des aufgestockten Wettbewerbs ein ernstes Warnsignal für die Kaderbreite und die taktische Anpassungsfähigkeit der Bundesligisten ist. Die Zeit schreibt, dass die unterschiedlichen Ergebnisse der deutschen Teams die wachsende Ausgeglichenheit in Europa spiegeln und gerade solche Spiele wie das von Como zeigen, dass Traditionslosigkeit nicht mehr vor Erfolg schützt – die Entwicklung der Form kann sich noch als entscheidend erweisen.

Schlagwort aus diesem Artikel